Varak és kastélyok (A 25. Egri Nyári Egyetem előadásai 1995 Eger, 1995)

Előadások: - Franz Bunzi: Burgenlandi várak

vum Castrum, eine Anlage, welche lediglich in einem Kellerraum an der südl. Ringmauer der Hochburg noch Reste dieser Bauperiode zeigt. Bei den Vorbereitungsarbeiten bei der 1990 statt­gefundenen Ausstellung mit dem Titel „Die Ritter" auf Burg Güssing konnte auch die Bauge­nese der Burg näher untersucht werden, sodaß die Bauphasen aus der 1. Hälfte d. 13. Jahrhun­derts, der umfassende Ausbau der Hochburg durch Bela den IV. 1247, nach dem Tartarensturm, verifiziert werden konnten. Ein weiterer Ausbau erfolgt in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, wie die Analyse von Dr. Gerhard Seebach gezeigt hat; in jener Phase wird auch der Palassüdtrakt durch einen Neubau mit dem Westtrakt verbunden, wodurch die geschlossene Hofsituation der Hochburg entsteht. 1524 gelangt die Burg an die Familie Batthyány; damit war auch die Entwick­lung eines regen kulturellen Lebens auf dem Burgberg verbunden, was sich vorallem in der zent­ralen Wirkung des hier angesiedelten Kalvinismus ausdrückt. Hier druckt Johann Manlius seine evangelischen Schriften in Lateinischer, Kroatischer und Windischer Sprache, Balthasar Batthyány gründet eine kalvinistische Hofschule, richtet eine Hofkapelle ein und baut eine bede­utende Bibliothek auf, deren Teile heute im Franziskanerkonvent verwahrt werden. Der Huma­nist und Botaniker Carolus Clusius, Hofbotanikus Maximillians des II. , schreibt hier seine „No­menclatur Pannonikus" ein Inventar über die pannonische Flora, welches Manlius 1853 druckt. Die letzte prägende Phase des Ausbaues der Burg findet in der Mitte des 17. Jahrhunderts statt, wo die Pfeilerarkatur im Hof der Hochburg, der Turmaufbau erneuert und das Stiegenhaus ge­baut werden (wahrscheinlich arbeiten von Philiberto Lucchese) welcher zu jener Zeit auch für die Familie Batthyány in der Burg Schlaining tätig war. Dieser Hochblüte folgt jedoch ein rascher Verfall der Burganlage im 18. Jahrhundert. Funktionsios nach den Türkenkriegen entspricht Burg Güssing nicht mehr den barocken Schloßerfordernissen, sodaß das Interesse der Eigentümer an ihrer Erhaltung erlischt. Der Untergang vieler Befestigungsanlagen wird 1775 durch die ministerielle Verordnung zum Verkauf der Kriegsgeräte von Burgen besiegelt deren Erlös zur Ausrüstung Maria Theresia­nischer Regimeter dient und die nach gedeckten Dachflächen zu messende Steuerabgabe einge­führt, die den herrschaftlichen Schreiber 1778 veranlaßt, mit der Abtragung von Dachziegel zu beginnen, wodurch ein Verfall der Gebäude beschleunigt wird. Einem Brand fallen Wirtschafts­u. Wohnteile zum Opfer, und die Randbebauungen dienen in der Folge als Baumaterialien für Neubauten in der Stadt, sodaß um die Mitte des vorigen Jahrhunderets Burg Güssing sich bereits als romantische Ruine darstellt. In seinem Testament veranlasste Fürst Phillip Batthyány-Strattmann aus Sorge um den Fort­bestand dieses Familienbesitzes die Gründung einer Stiftung zur Erhaltung des Güssinger alten Schlosses, des dortigen Franziskanerklosters nebst Kirche und Familiengruft, um die gute Instandhaltung aller dieser Gebäude sicherzusdtellen. Die folgenden Jahrzehnte können zwar die totale Zerstörung verhindern, der Verfall jedoch schritt zügig voran. Bemühungen zur Rettung der Burg werden wiederholt von wirtschaftlichen Problemen überschattet, in den Kriegsjahren befindet sich die Burg vorübergehend in der Verwaltung der Gemeinde, sodaß 1949 das Bundes­denkmalamt die Unterschutzstellung dieser bedeutenden Wehranlage ausspricht. Erste Maßnahmen können gesetzt werden, das Dach des Palas ist zu jenem Zeitpunkt, wie viele ge­wölbte Mauerzüge, bereits eingestürzt, die Kapelle zeigt gravierenden Schaden und starker Pflanzenwuchs hat bereits den Großteil des Mauerwerkes überwuchert. 1958 wird ein General­sanierungsprogramm erstellt, welches einerseits die statische Sanierung des Turmes in den Vor­dergrund sdtellt und diverse Mauersicherungen vornimmt. Bei der Instandsetzung wird vor al­lem darauf Wert gelegt, den Alterswert der im Verfall befindlichen Burganlage zu halten und

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