Bakó Zsuzsanna Ildikó: Gerecze Péter fényképhagyatéka (Forráskiadványok Budapest, 1993)
Péter Gereczes Nachlaß
Peter Gere cz es Nachlaß Bis in die allerjüngste Zeit hinein waren seine Materialien im Staatlichen Amt für Denkmalschutz, die aus mehreren hundert Glasnegativen und Positivkopien bestehende Hinterlassenschaft, die 1923 bzw. 1928 offiziel in die Sammlung gelangte, unterschlossen. Peter Gerecze gehörte zu denjenigen bedeutenden Forschern in der Geschichte des LAD, (ung.: Műemlékek Országos Bizottsága {MOB}) die, neben Kornél Divald und Karoly Csányi, regelmäßig die Denkmäler unseres Landes fotografierten. Der Hauptschullehrer Peter Gerecze wurde 1896 vom Religions- und Bildungsminister zum ordentlichen Mitglied des LAD ernannt. Ziemlich rasch scloß er sich den topografischen Arbeiten zu den Denkmälern an und überreichte ein Jahr später „Das Verzeichnis der bisher bekannten Denkmäler Ungarns". Ende der 90er Jahre des 19Jhs. war die Registratur der Denkmäler die bedeutendste Tätigkeit im LAD. Dem Antrag des Ausschusses von 1896 nach sollte die Bestandsaufnahme neben den Beschriebungen der Denkmäler wenigstens Längsund Querschnittzeichnungen sowie Fotos der wichtigsten Teile enthalten. Die Größe der Fotos wurde auf 17,5 x 26,5 cm festgelegt. Zunächst wurde Peter Gerecze mit der Bestandsaufnahme der Denkmäler von den Komitaten Pest, Pilis, Solt und Kiskun und der Aufarbeitung ihrer Stammbücher beauftragt. Dem folgten später die Arbeiten von János Szendrei und Kornél Divald, die in den Komitaten Borsod, Szepes tätig waren. Die sich auf sämtliche Komitate des Landes beziehenden Arbeiten „Verzeichnis des Zeichnungsarchives des LAD", „Verzeichnis der alten Wandgemälde Ungarns" und „Topografisches Verzeichnis und Literatur über die Denkmäler" waren offiziell unterstützt und vorbereitet und unter Benutzung des Schriften- und Zeichnungsarchives des LAD entstanden. Alle drei Arbeiten erschienen in der Zusammenstellung von Peter Gerecze 1905 in der unter Redaktion von Baron Gyula Forster erscheinenden Zeitschrift „Denkmäler Ungarns". Das oben Erwähnte ist besonders wichtig unter dem Gesichtspunkt unserer Sammlung, enthält doch dieses Verzeichnis, das das genaueste und vollständigste Dokument am Beginn dieses Jahrhunderts ist, mehrere tausend Denkmalzeichnungen und Fotografieren. Neben wertvollen Informationen über Aufnahmezeit und Technik usw. führte Gerecze auch die Namen derer an, die die Dokumente (Fotos) gemacht hatten. In den betreffenden Berichten des LAD ist weder über die Umstände beim Fotografieren etwas gesagt noch werden die Fotografen erwähnt, die Aufnahmen wurden wahrscheinlich von dem vom LAD geschickten Fotografen gefertigt, jedoch wird von den Ergebnissen der Ortsbesichtigungen und der Geländebegehungen sowie der Ausgrabungen ebenso berichtet wie von den Kosten derselben. Schon vor seiner Mitgliedschaft im LAD begann Peter Gerecze mit dem Fotografieren architektonischer und archäologischer Denkmäler. Er machte Aufnahme bei der abschließenden Ausgrabung der Ruinen von Aracs, 1896 in Szakoly und Kisvárda sowie in den 90er Jahren in Pécs und fotografierte die aufgefundenen Wandgemälde in Csaroda. Im Jahre 1903 legte er 57 Fotobeilagen vor, wegen deren Entwicklungskosten er von Ausschuß zur Sparsamkeit aufgefordert wurde. Die von ihm festgehaltenen Denkmäler, ein erheblicher Teil davon Gebäude, Ruinen und behauene Steine aus romanischer zeit, zeigen Gereczes fachliches Interesse und seine Zuneigung zu dieser architekturgeschichtlich frühen