Dominkovitsné Szakács Anita (szerk.): A Petz János Gottliebnak tulajdonított XVII. századi soproni krónika - C sorozat 6. kötet - Sopron Város Történeti Forrásai (Sopron, 2008)

A krónika német nyelvű szövegének átirata

dörffen wieder predigen in den Bethaus, wie wir und auch er Selbsten nicht geglaubt hätten, daß er soll alhier mehr predigen, Dan er hat schon gedacht, daß er gar von hier weg will, weil man ihm in seinen Vatterland nicht mehr leiden will und weil er den nun wieder in den Bethaus geprediget hat, so haben ihm die Catholischen auch nicht mehr leiden wollen. Dan sie sind auch offt vor Ihro May[estätt] gereiset und haben angehalten bey Ihro May [estätt], daß man dem Herrn Langen und die Schullen abschaffen soll, wie dan die [222:] unsern Herrn wieder hinauf und haben es also lang getrieben, biß endlich, da die Herrn Comisari kamen und haben ihm nemlich dem Herrn Langen wollen abschaffen, wie sie es dan auch haben gethan, in dem da er hat wollen die lezte Predig thun, wie es dan schon die Herrn Comisary bestim[m]t haben, da kom[m]t Gott in das Mitl, in dem als den 12 December, als am Sonnabend da er aus den Früh Gebeth gieng, so gieng er und wolt auf seine Predig studiern, als auf daß Evangelium vom Gefäncknüs Johanes, Matthä 11, wie er auch schon angefangen zu schreiben, kam als bald seine Stunde, in welcher er abgeschafft solt werden, dan es traff im die Gewalt Gottes gleich um 9. Uhr und zwischen 11 und 12 Uhr war er schon todt, so hat er in dem Bethaus nicht mehr als 49 Predigen gethan und auf die 50 Predig wolt er auch gleich studieren. Darauf hat man ihm den 20 December begraben, dan [223:] den selbigen Tag war sein Termin aus, daß er den selbigen Tag nicht mehr hier solte sein, sondern mit Sack und Pack in ein ander Land ziehen, wohin er halt hette hin ziehen wollen, aber bey Leib zu Oedenburg nicht. Nun Gott aber hat in zu sich genohmen. Wie man nun hat vernohmen, er sey schon todt, so haben sie müssen unverrichter Sache abziehen, von wegen der Schullen ist es noch in guten Wohlstand, Gott erhalte es uns noch ferner, wie man es dan auch hat wollen abschaffen. Die zwey Herrn Geistlichen verrichten annoch den Gottes Dienst in den Bethaus, dieses alles hat der Landt tag mit sich gebracht, aber weil noch nicht keine Kirchen und Schuhen sein hergegeben worden, hoffen wir es soll noch ein Landtag werden, der es wieder erstatten soll, was man uns hat genohmen. Wan man nur mit den Türcken übereinkom [m] t, absonderlich haben wir Gott zu dancken, daß diesen Landtag keine [224:] Brunst oder sonst aller hand Blut Vergiesen, wie es auch kein Wunder were gewesen. Dan was vor Nationes hie sind gewesen, ist nicht zu sagen, doch will ich es auch nenen. Erstlich haben sich gefunden auf diesen Landtag Ungarn, und Crabaten, Teutsche und Franzosen, Spänier und Welsche, Sachsen und Schweden, Denemarcker und Muschcawitter, und viel dergleichen Leut und wer daß auch noch kein Wunder, so sind sie auch nicht einer Religion, sondern es sind Catholische, Evangelische und Calvinische hie gewesen. Diese alle waren nicht Freunde, sondern viel mehr Feinde, doch weiß man nicht, daß einer oder der ander einen um daß Leben hätte gebracht, davor dem Höchsten, sey ewiges Lob und Danck gesagt. 93. (225. p.) Anno 1682 den 31 July als den lezten ist ein Feuer in der Rosen Gassen zwischen 3 und 4 Uhr in der Früh aus Unvorsichtigkeit aus komén, davon 3 Haüsser abgebrand. Gott behütte uns vor der gleichen Unglück. [225:] 94 94. (225-236. p.) Anno 1683 den 8 July als an einen Donerstag um 1 Uhr Nachmitag ist der unglückseelige Scharmüzl, zwischen denen Ungarn, die um mehrer Sicherheit willen, sich in die Stadt herein begeben, und den Tartarn, welche gleich ober den Steinernprückl in Wald auf einen Bergl gehalten und als sie gesehen, daß die Ungarn von den Berg vor den 101

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