Leopold Auer - Manfred Wehdorn (Hrsg.): Das Haus-, Hof- und Staatsarchiv (2003)
Gebäude - Elisabeth Springer-Manfred Wehdorn: Zur Baugeschichte des Haus-, Hof- und Staatsarchivs
42 Elisabeth Springer / Manfred Wehdorn Zur Baugeschichte des Haus-, Hof- und Staatsarchivs Zur Lage Das Gebäude des Haus-, Hof- und Staatsarchivs bildet den zur Minoritenkirche gerichteten Teil eines unregelmäßigen Baublocks, den es mit dem heutigen Bundeskanzleramt teilt. Mit dem Bau der „Geheimen Hof- und Staatskanzlei" (dem heutigen Bundeskanzleramt), die 1717-1719 nach den Entwürfen des Barockarchitekten Johann Lukas von Hildebrandt errichtet wurde, begann die „ärarische" Geschichte des Areals. Unter dem Staatskanzler Wenzel Anton Fürst Kaunitz erfolgte 1766-1767 ein Erweiterungsbau durch den Architekten Nicolaus Pacassi. 1821 erfolgte der Bau eines weiteren Flügels in der Löwelgasse, 1881-1882 wurde das Gebäude noch in Richtung Löwelgasse/Metastasiogasse verlängert. Die letzte große Erweiterung stellte die Errichtung des Haus-, Hof- und Staatsarchivs 1899-1902 dar, davor mußten aber noch die inhomogenen Gebäude, die sich an dieser Stelle gegen den Minoritenplatz erhoben, abgerissen werden. Regulierungsplan Minoritenplatz-Ballhausplatz, ca. 1893