1100 Jahre österreichische und europäische Geschichte in Urkunden und Dokumenten des Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1949)
1100 Jahre österreichische und Europäische Geschichte - Transkriptionen und Erläuterungen
59. 1749 (Juli—August). Theodor Anton Taulow von Rosenthal gibt in einer Denkschrift Richtlinien für die Errichtung des Haus-, Hof- und Staatsarchivs1). Orig.-Pap., Buchform, 8 Blätter: (21 hx 34 h), Blatt 1'. — Faksimile etwas verkleinert. Vgl.: Gustav Winter, Die Gründung des kaiserlichen und königlichen Haus-, Hof- und Staatsarchivs. 1749—1762 (Archiv für österreichische Geschichte 92, 1, 1902, S. 1—82). — L. Bittner, Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs, 1, 1936, S. 16ff. — Siehe auch oben Einleitung S. XII. Taulow von Rosenthal (1702—1779) trat 1722 als Beamter in die Böhmische Hofkanzlei ein, wurde 1749 Holsekretär beim Directorium in publicis et cameralibus und gleich darauf erster Hausarchivar an dem neugegründeten Geheimen Hausarchiv (vgl. Kletler bei Bittner, Gesamtinventar, 1, S. 117—123). 31a 1749 Current Acten Ohnmaaßgebigste Reflexiones und untérthä/nigste Anfragen, die Einrichtung des kayserl. / königl. Geheimen Haus-Archives betreffend./ Nachdem Ihre kayserl. königl. / Mayestät das Geheime Archiv / dero durchleuchtigsten Ertz-Hauses in vollkommenen / Stand und Ergäntzung setzen zu lassen allergnädigst be/schlossen, und die diesfällige / Einrichtung und Obsicht mir / allermildest aufzutragen / geruhet; So habe zu meinem gehorsamsten / Verhalt über ein-und an/ders die nähere allerhöchste / Befehle mir in aller unter/thänigkeit ausbitten sollen. / Und scheinet vorderst, zu errei/chung der allerhöchsten Wil/lens Meinung, es überhaubt / [ Blaas ] 60. 1759 Januar 28. Madame de Pompadour dankt der Kaiserin Maria Theresia für das ihr übersandte Porträt der Kaiserin. Orig.-Pap., 2 Blätter: (16 bx 19-5 h), Blatt 1'—2r. — Faksimile etwas verkleinert. Druck: Alfred von Arneth, Geschichte Maria Theresias, 5, 1876, S. 640 n. 666. Vgl.: ebenda S. 467f. Der Brief ist eigenhändig. quelle ma fait remettre. / Sil ne falloit madame pour meritter se don pretieux, / qu'estre penetrée jusqu’au fond de Farne de l’admiration / pleine d’enthousiasme qu’inspirent les graces séduisantes, / et les vertus heroiques de V. M. I., personne sans / exception n’en seroit plus digne que moy. / J'ose ajoutter, quil n’est point de sujets de V. M. I., / qui rende un homage plus sincere a ces /rares et sublimes qualités. / Vous estes accoutumée Madame a voir / dans tous ceux qui onts le bonheur de / vous approcher, les sentiments que j’ay / l’honneur de vous exprimer. Mais j’espere que / V. M. I. daignera distinguer les miens, et les / regarder comme une suitte du tres profond / respect avec le quel je suis / Madame / de vőtre Majesté imperialle / trés humble et trés / obeissante servante / Janne de Pompadour 28 j an vier 1759. [ Coreth] 61. 1770—1780. Eigenhändige Briefe der Königin Maria Antoinette von Frankreich und ihrer Mutter, der Kaiserin Maria Theresia. 61 a, 1770 Juli 9. Königin Maria Antoinette von Frankreich schreibt an ihre Mutter, die Kaiserin Maria Theresia. Orig.-Pap., 2 Blätter: (13 bx 18-5 h), Blatt 2V. — Faksimile in Originalgröße. Druck: Maria Theresia und Maria Antoinette. Ihr Briefwechsel während der Jahre 1770—1780, herausgegeben von Alfred, R. v. Arneth. 2. Auflage, Leipzig-Wien 1866, S. 1 n. 7. J) Siehe dazu die Einleitung oben S. XII.