Theologia - Hittudományi Folyóirat 5. (1938)
Móra Mihály: Az egyházjogi irodalom útja. II.
INHALTSANGABE — RÉSUMÉ 95 betrachtet, wie sie den modernen Subjektivismus vorbereitet und einleitet) noch vor der Frührenaissance in den spiritualistischen Sekten des Mittelalters zu suchen sind, die auch noch auf das Geistesleben der Frührenaissance entscheidenden Einfluß gehabt haben. Inwiefern können aber diese Sekten, die ein apokalyptisch gedachtes «Reich des heiligen Geistes» begründen wollen, und sich als Träger des «Geistes der Freiheit» dem Rahmen der Kirche entziehen, den heidnisch—naturalistisch gedachten Subjektivismus der Renaissance vorbereitet haben ? Insofern, als die Lehre von der vollständigen Vergeistigung des Menschen, die sie bekennen, wonach der Mensch, der den «Geist der Freiheit» besitzt, keiner Norm, keinem Gebot unterworfen ist, ebenso zum zügellosen Subjektivismus führt wie die Vergottung der irdischen Natur des Menschen im «heidnischen» Sinn. Ein Symbol der geistigen Verbindung, die zwischen den beiden Geistesrichtungen besteht, ist die Verherrlichung Adams, und zwar des gefallenen Adam, als Prototyp des neuen, freien, das neue Zeitalter gestaltenden Menschentums. Oberhandelsschuldirektor Dr. Ludwig Kontor: Die Vermögensrechte der Kirche in den Nachkriegskonkordaten. Der Aufsatz behandelt jene Artikel der Nachkriegskonkordate, die sich auf die Anerkennung der kirchlichen juristischen Personen, auf die Gütererwerbungs- und verwaltungsrechte der Kirche, auf die staatliche Dotation des Klerus und schließlich auf den aktiven und passiven Steuerdienst der Kirche beziehen. Koll.-Direktor Dr. Josef Tiefenthaler: Mystik und Eucharistie. Beide wollen eins : Einigung der Seele mit Gott schon hier auf Erden. Die christliche Mystik entfaltet sich in der Gnade, woraus die Vollständigkeit sich entwickelt. Auch die Eucharistie erzielt die Einigung mit Gott auf Erden. Belege dazu liefert besonders die sogenannte Heilandsrede von Kafarnaum (Joh. 6). Mystik und Eucharistie gehören zusammen weiterhin in dem Sinne, daß Mystik die geeignete geistige Luft bildet für die Arbeit der Eucharistie in der Seele. Mystik ist immer nur auf Basis ernster Askese zu denken, ist aber gerade dadurch ein Schutzmittel gegen leerer Sentimentalität, welche jedes Opfer scheut. Mystik und aus einem Opfer hervorkommende Eucharistie hauchen ernste Askese. Den gegenseitigen Bezug der Mystik und Eucharistie bezeugen auch die großen Mystiker der christlichen Vergangenheit, aus deren reichen Galerie einige näher betrachtet werden und zwar die Aposteln Johannes und Paulus, weiterhin der hl. Thomas v. Aquino, Thomas v. Kempen, die große heilige Theresia und ihr kongenialer Mitarbeiter der hl. Johannes vom Kreuze, der hl. Franz von Sales, zum Abschluß der größte Dogmatiker der Neuzeit : Scheeben. Senatsnotar an d. k. Kurie Dr. Michael v. Móra: Der Weg der kirchenrechtlichen Literatur. I. u. II. Die jurisdictio ecclesiae hat sich über die