Folia Theologica 18. (2007)

Csaba Török: Der Geist Gottes in der Welt der Kulturen. Pneumatologische Akzente im Glaube-Kultur-Verhältnis

328 Cs. TOROK im Gespräch, werde ich mit der Wirklichkeit konfrontiert; und dadurch vollziehe ich die Begegnung mit der Wahrheit von dieser Welt und von demjenigen, der mir gegenüber steht.74 Wenn ich es tue, erblicke ich den Dritten, denjenigen, der mich zur Verkündigung des Evangeliums treibt und der seine Gnade dem anderen schenkt, damit er dieses Wort erhö­ren und in sich empfangen kann. Der Dialog der Kirche mit der Kultur und den Kulturen geschieht im Gnadenlicht Gottes - man könnte sagen, dass er das Alpha und das Omega dieses Gesprächs sei. Damit haben wir die Schwierigkeiten nicht gelöst, aber es ist uns vielleicht gelungen, die Pluralität der Kulturen, den kulturellen Pluralismus und die Frage des Dialogs in einem neuen Licht darzu­stellen. Hier haben wir die wichtigsten Punkte angegeben, die un­serer Meinung nach bei der Beurteilung des Inkulturationsparadig­mas von ungemeiner Wichtigkeit sind. Unsere Überzeugung ist, dass der Pluralismus der Kulturen einen kritischen und echten Dia­log fordert und der Kirche eine besondere Rolle in dieser pluralisti­schen Welt auf dem Feld der Kommunikation und des Dialogs zu­geschrieben ist. Die Frage ist, ob das Inkulturationsparadigma die Kraft hat, dieser Herausforderung auf gerechte Weise entgegenzu­treten. 4. Das Zeugnis In der heutigen Diskussion wird immer mehr die theologische Relevanz des Zeugnisses betont, in dem die eigentliche Fundamen­talkategorie der Glaubensvermittlung gesehen wird. So muss die Kirche der Aufgabe des kulturellen Zeugnisgebens selbstverständ­lich gerecht werden. Dabei ist es aber essentiell und existentiell, 74 ‘7/ linguaggio, come presenza dei volto, non invita alla complicitci con l’essere preferito, all '«io-tu» auto-sufficiente e dimentico dell 'universo; nel- la sua sincerità sfugge alla clandestinità dell'amore in cui perde la sua since- rità e il suo senso e si muta in sorriso e in amoreggiamento. Il terzo mi guar- da negli occhi d’altri - il linguaggio è giustizia. (...) L’epifania del volto come volto âpre la umanità. (...) Il povero, lo straniero si présenta come eguale. La sua uguaglianza in questa povertà essenziale consiste nel riferirsi al terzo, cosi presente all'incontro e ehe, nella sua miseria, è gici servito da Altri. Egli si unisce a me.” - LÉVINAS, E., Totalità e infinito, 218.

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