Folia Theologica 16. (2005)

Tamás Tóth: Clemens VIII. und der Lange Türkenkrieg in Ungarn

LANGE TURKENKRIEG IN UNGARN 187 wurde in der Familienkapelle in Santa Maria sopra Minerva in Rom beigesetzt. 1.3. Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601) Unter' den drei Aldobrandini-Nepoten war Gian Francesco am meisten vom Türkenkrieg betroffen, obwohl er nur in zweiter Linie zur Familie gehörte: Er ist am 11. März 1545 in Florenz als Sohn von Giorgio geboren, heiratete Olimpia Aldobrandini, die Nichte des künftigen Papstes. Mit der Wahl ippolitos zum Kirchenfürsten wandte sich seine Karriere in einen großen und schnellen Aufstieg. Gian Francesco zog nach Rom um. Im März 1592 wurde er zum Gouverneur des Borgo und Kastellan der Engelsburg. Dann wurde er zum Kommandanten der Päpstlichen Garde und General der Kirche. Im März 1593 war er bereits Statthalter von Ancona. Er hat­te sowohl auf den Papst als auch auf Pietro Einfluss, obwohl er im Vergleich zu ihnen ungebildet war.30 So beauftragte Clemens VIII. ihn im November 1594 mit einer spanischen Gesandtschaft, was eine sehr vornehme Aufgabe war, die aus der ihm mitgegebenen päpstlichen Instruktion hervorgeht.31 Der Auftrag war, um spani­sche Soforthilfe für den Kaiser gegen die Türken zu bitten und die Stiftung einer Antitürkenliga voranzutreiben.32 So sollte er sich auch um den Frieden zwischen Spanien und Frankreich bemü­hen,33 weil dieser eine Voraussetzung ist, um einen Offensivkrieg 30 „ GUARINI, Aldobrandini, Gian Francesco (Anm. 20) 104. 3 I „ [...]/« quale sendo stata da Dio constituita il piii potente re frei ' i christiani et consequentemente Jidata in lei la principale speranza del soccorso ne ' bi- sogni della sua chiesa, deve corrispondere a tante gratia et si sublime voca­tione per gratitudine verso Dio. per riputatione et gloria propria, per Juggire la nota ehe lascierà al suo nome, se in tanti et si urgenti bisogni abbandonas- se ta christianitù, per qtiello ehe deve alia Casa sua propria et al sangue suo. portandosi pericolo e di vedere undare in servitii o di ridursi a gentilhuomini di cappa et spada quell i ehe sono a Sua Muestà nipoti, cttgini, cognati et più prossimi parenti che possano essere, et Jinalmente per l'interesse de ’ suai stati proprii non solo non lontani, ma vicinissimi al pericolo et sottoposti al danno deli 'inimico". Erste Instruktion für Giovanni Francesco Aldobrandini. Gesandter in Spanien, am 10. November 1594. JAITNER 278-303. Cit. 280. 32 Erste Instruktion für Giovanni Francesco Aldobrandini, Gesandter in Spa­nien, am 10. November 1594. Ebd. 278-303. 33 Zweite Instruktion für Giovanni Francesco Aldobrandini. Gesandter in Spa­nien, im November 1594. Ebd. 304-320.

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