Folia Theologica 16. (2005)
Tamás Tóth: Clemens VIII. und der Lange Türkenkrieg in Ungarn
188 T. TOTH gegen das Osmanische Reich anzufangen.34 Als er am 16. Mai 1595 nach Rom zurückkam, vertraute Clemens Vili. ihm die Führung der päpstlichen Truppe an, die er selber zur Hilfe des Kaisers nach Ungarn schickte. Am 18. Juni übereichte der Papst ihm den Kommandostab während einer festlichen Zeremonie in der Basilika Santa Maria Maggiore. Die vereinigten Heere besetzten im September Gran (Esztergom) und Visegrad, weitere Erfolge entfielen. Wegen einer Epidemie, die auch Gian Francesco ergriff, musste Clemens Vili. das Heer zurückrufen. 1597 begannen die Vorbereitungen auf eine zweite Expedition. Im Februar verhandelte der General mit Rudolf.35 über den Türkenkrieg in Wien. Aldobrandini wollte gegen Ofen marschieren, die Kaiserlichen dennoch gegen Pápa und Raab. Pápa kapitulierte im August, aber die Belagerung Raabs war lang und blieb erfolglos. Wegen Krankheiten entschied Aldobrandini, das Heer aufzulösen und er begab sich nach Rom, auch weil ein eventueller Krieg wegen Ferrara zur Frage stand. Das Heilige Jahr 1600 brachte dem Nepoten noch auf einer anderen Ebene etwas. Im Februar entwickelte der Nuntius in einem Gespräch mit dem Reichsvizekanzler dexa Plan, dass Gian Francesco zuna Großfürsten von Siebexabürgen werdexa uxad eixae Erzherzogin heirateia sollte (N. B.: er war 55 Jahre alt ...). Das natürlich nicht uiaasoxast: dafür sollte der Papst die Verteidigungskosten der Pro- viiaz übernehmen.36 Der Plan fiel auch schoxa allein deswegexa aus, 34 „La Santità di Nostro Signore, havendo falta elett ioné della persona sua per mandare al Re Cattolico in questi urgenti bisogni per servitio delle cose d'Ungheria. ha anco considerato ehe il negotio di Francia è hoggi de alt retanta importania quanto quello. et farse piii. poiché si traita della quiete salute di lutta la christianità, öltre che quello put) havere dependenza di questo. “ Zweite Instruktion für Giovanni Francesco Aldobrandini. Gesandter in Spanien, im November 1594. Ebd. 304f. 35 Rudolf I. von Habsburg. Römischer Kaiser (als Rudolf II.). König von Böhmen (1576-1612) und Ungarn (bis 1608). Er ist 1552 in Wien geboren. Am 25. September 1572 wurde Rudolf in Pressburg zum ungarischen König gekrönt. Er residierte in Prag und ist König des Langen Türkenkrieges. Rudolf hatte keine Gemahlin und so keine gesetzlichen Kinder. Er wurde allerdings 1608 gezwungen, auf die ungarische Krone und auf Österreich zu verzichten. BERTÉNYI (Anm. 18) 98f. 36 NIEDERKORN. Die europäischen Mächte (Anm. 27) 98.