Folia Theologica 3. (1992)

Margit Beke: Die Erzbischöfe von Esztergom und die Befreiungskämpfe gegen die Türken

156 M.BEKE jene dort quvartieren, darüber hinaus fordert der von Natur aus heidnische Türke unbezahlbare Steuern von ihnen”.3 Die Kämpfe der Erzbischöfe gegen die Türken kann man durch die Verflech­tung mehrerer Fäden darstellen, diese Kämpfe gleichen sich den Ansprüchen ihrer Zeit, den Möglichkeiten der Zeit und Personen an. Die diplomatischen, materiellen und militärischen Fäden motivieren die Anstrengungen der Kirche um die Bewahrung des Katholizismus und des Ungamtums. Sie waren sich dessen voll bewußt, dass gegenüber den Türken die katholischen Habsburger den realen Ausgangspunkt bilden können und als sie dieses Widerstehen gegen die Türken gefährdet sahen, wanden sie sich von den Habsburgem ab, worüber wir später im Zusammenhang mit der Wesselényi-Verschwörung noch sprechen werden. Die Mittel der Rekatholisaüon — die Synoden, Schulen, Seminaren, Herausgabe von Büchern — als Mittel der Bestärkung des Glaubens, sollten dieser Einheit dienen. Schauen wir zuerst die diplomatischen Bestrebungen, die Botschaftsgän­ge, welche die schwankende Gebrechlichkeit der „Waffenruhen” darstel­len, an. Es ist verständlich, dass bis zur Mitte des XVIII-ten Jahrhunderts, solange die Kämpfe ihren Höhepunkt nicht erreichten, diese Bestrebungen im Vordergrund standen. Die Erzbischöfe konnten die entsprechende Bildung für die Verwaltung dieser Aufgaben besitzen. Johannes Vitéz (1465-1472) als vertraulicher Freund der Hunyadi Familie, ist als Bischof von Várad am Frankfurter deutschen Landtag erschienen, im Interesse des gegen die Türken zu schliessenden Bündnisses und der Heeresausstellung. Am Nürnberger Landtag führte er als Erzbischof von Esztergom, im Auftrag von König Matthias, die ungarische Gesandschaft.4 Laut Dselalsa- de, Erzbischof Paul Várdai (1526-1549) „entgegenkommend huldigte er seiner glücklichen Majestät, dem Schah”.5 Schmitth schreibt so: „mit dreihundert Berittenen und ebenso viel Fussvolk vertraute er sich dem 3 Primási Levéltár (PL) Acta Radicalia Cl. X. 196. Szelepcsényihez dátum nélkül. „Minő kimondhatatlan nagy nyomorúságára és utolsó romlásra jutottak légyen, mind kegyelmes koronás király Urunk Ö Felséghe, Német és Magyar—s mind kuruez hadak miatt szegény plesőczi jobbágyink—rajtok kvártélyozván, sőtt a Természet szerint való pogány török is megfüzethetetlen adott kivan rajtok'. 4 Am Nürnberger Landtag versprach man ein Heer von 20.000 Mann. S.: FRAK- NÓI Vilmos, Vitéz János esztergomi érsek élete, Bp. 1879.189., FRAKNÓI Vilmos, Mátyás király magyar diplomatái, Bp. 1898.131. 5 Török hadak Magyarországon 92. „ide jővén meghódolt a szerencsés sah ő felségé­nek"

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