Dr. Kassai Tibor - Dr. Murai Éva szerk.: Parasitologia Hungarica 8. (Budapest, 1975)

Vorkommen und Behandlung der Trichosomoidose bei der Ratte in Ungarn Dr. László NEMESÉRI — Frau Dr. Szabolcs SZAKÁLL Veterinärmedizinisches Zentralinstitut, Budapest — Diensstelle des staatlichen Veterinärwesens, Komitat Bács-Kiskun, Kecskemét "Trichosomoidose in the rat: occurrence in Hungary and treatment" - Nemeséri, L. - Szakáll, Sz.-né - Parasit. Hung. 8. 49-53. 1975. ABSTRACT. Post-mortem examination of 223 white rats arising from 8 labora­tory stocks revealed the occurrence of Trichosomoides crassicauda in the urinary bladder- of 92 (41, 6%) animals. On the average, 3 females were found per infect­ed rat. First record of this parasite in Hungary, The morphology and the life cycle of the species is summed up. Home-made trichlorphon ("Ditrifon", Chino­in) administered as ), 5% solution in drinking water for 3 days removed the para­site from 80% of the rats. Tric hosomoides crassi cauda gehört zu den verhältnismässig -venig bekannten, ibér sowohl unter den wildlebenden, als auch unter den Laboratoriumstieren ziemlich weit­verbreiteten Parasiten der Ratte, Die erste Beschreibung des Wurmes stammt von BEL­LINGHAM (1840), der Verfasser fand ihn in der HarnbLase der Wanderratte (Epimys norvegicus). Von LINSTOW wurde die vorliegende Wurmart 1874 dem Genus Trichode s zugeordnet. Da aber ein Genus der Überfamilie der Weichkäfer (Cantharoidea) bereits früher mit dem Namen Trichodes bezeichnet worden war, schlug RAILLIET 1895 die Be­zeichnung Trichés »' ", oides vor (7), Das Genus Trichosomoides wurde in letzter Zeit von sowjetischen He' nthologen in die Familie Trichosomoididae der Überfamilie Tricho­cephaloidea bzw. ,i '.HTV.'OOD und CHITWOOD in die Uberfamilie Trichuridea , Fami­iie Ti-ichuridae , titer fanulie rrichosotnoidinae eingeordnet. Hierher gehören ausser T, crassicauda auch der in der Nasenhöhle der Wanderratte lohende A'urm T. lasalis, wei­terhin der im Magon der Wüstenmaus Gerbillis pyramiduni hirtipes schmarotzende Wurm T. gerbillis Í2). ÍTjer den Befall von Wanderratten und Laboratoriumsratten mit T. crassicauda wurde aus mehreren europäischen Ländern, z. B. England, Österreich, Dänemark, Finnland, BRD, Spanien, Schweiz, Sowjetunion berichtet (6, 7). Es liegen auch Angaben über das Vorkommen des Parasiten in den U.S.A., in Australien und in Asien vor (5,8). Infek­tionen mit T. crassicauda dürften in der Ratte weltweit i uchweisbar sein. Das Ausmass der Infektion liegt im allgemeinen hoch, es kann 20 bis 70 % betragen. Da über die Verbreitung des genannton Parasiten in Ungarn Literaturangaben fehlen, unternahmen wir Untersuchungen, um diese Frage zu klären. I. Untersuchungen über das Vorkommen des Parasiten Material und Methodik In diese Untersuchungen wurden weisse Rattenstämme von folgenden Instituten und An­stalten einbezogen: Anatomisches Institut und Zentrale Versuchstierzucht der Medizini­schen Universität Szeged, Institut für Ernährungswissenschaft, Budapest, Institut für Ex­perimentelle Medizin der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest, Staatli­ches Institut für Hygiene, Budapest, Chemische Fabrik Gedeon Richter AG, Budapest, Staatliche Blutspende- und Transfusionsdienst, Budapest, und der staatliche Laborato­riumstierstammzucht, Gödöllő".

Next

/
Thumbnails
Contents