AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1974-1975. Budapest (1978)
II. Az OSZK gyűjteményeiből és történetéből - Horváth Viktor: Könyvek és könyvtárak államosítása Magyarországon 1949—1960 - Verstaatlichung von Büchern und Bibliotheken in Ungarn 1949—1960
KOSTYÁL István: A Fölöspéldány elosztó első évi munkájáról. = A Könyvtáros. 1960. 3. sz. 167-168. 1. KOVÁCS Máté: Könyvtáraink másfél évtizede. = A Könyvtáros. 1961. 5. sz. 258 — 262. 1. Könyvtárügyi jogszabályok gyűjteménye. Bp. 1952. A magyar népművelés tíz éve. Válogatott bibliográfia. Bp. 1956—57. Wix Györgyné: A művelődésügyi miniszter és a könnyűipari miniszter 4/1959. (M. K. 3.) M. M. sz. együttes utasítása az értékes könyvek és folyóiratok kiselejtezésének megakadályozásáról. — A Könyvtáros. 1959. 5. sz. 331 — 332. 1. Verstaatlichung von Büchern und Bibliotheken in Ungarn (1949—1960) V. HORVÁTH Die politischen Aenderungen nach dem zweiten Weltkrieg und nachher die darauf folgende Umgestaltung der Gesellschaft bewegten unmittelbar und mittelbar ein Bibliotheksmaterial in einer Grösse von Millionen. Dieses beträchtliche Material wurde in nationalen Besitz genommen, eingesammelt, dann geordnet, aussortiert und neu verteilt, womit das Landeszentrum für Bibliothekswesen beauftragt wurde. Als dieses Organ im August 1952 aufgelöst wurde, Übergang die Aufgabe erst in das Bereich des Zentrum für Volksbüchereiwesen und dann ab Juni 1954 übernahm es die Zentralstelle für Altbestände der Nationalbibliothek Széchényi. Der vorliegende Aufsatz bespricht den ersten Abschnitt der Durchführung von dieser Aufgabe (1949—1960), die Geschichte der Vestaatlichung der Büchern und Bibliotheken in Ungarn. In Dezember 1960 hat nämlich der Rat der Leiter der Landesbibliothek Széchényi die bis dahin vollständige Bearbeitung und Verteilung des Buchmaterials eingestellt und damit wurde im Wesentlichen die Periode der Verstaatlichung für abgeschlossen erklärt. Das damals angenommene neue Programm machte die weitere Arbeit zur Aufgabe eines neu gebildeten Uberschussexemplarzentrums und einer ebenfalls neu zustandekommenden Speicherbibliothek, die beide im Rahmen der Zentralstelle für Altbestände tätig sind. Der Verfasser beschäftigt sich in drei Kapiteln mit der Einsammlung und mit der Verwendung des verstaatlichten Büchermaterials und dann mit den Gegebenheiten, die die Verstaatlichung der Bücher und der Bibliotheken in Ungarn bestimmt haben. Das erste Kapitel behandelt die Umstände des Einsammelns von den verstaatlichten Büchern, deren Charakter, Ursprung und Menge. Noch vor der Verstaatlichung ist in Ungarn zuerst das zentrale Einsammeln der in den Bibliotheken überflüssig beziehungsweise unbrauchbar gewordenen Veröfentlichungen notwendig geworden. Mangels eines anderen Organes hat das Landeszentrum für Bibliothekswesen auf die notgedrungene Bitte der Bibliotheken diese Arbeit übernommen, den ihre grösste Not war sich von solchen Beständen zu befreien. Die eigentliche Verstaatlichung begann mit dem Einsammeln der kleineren und grösseren Bibliotheken der nach Westen Geflohenen beziehungsweise aufgehobenen Vereine und Organisationen, die in den Jahren nach der Befreiung massenweise ohne Eigentümer geblieben sind. Die Einsammlung dieser Bibliotheken war — da die entsprechenden Registrierungen fehlten — besonders in der Provinz sehr schwer. Viele Privatbibliotheken von Aristokraten und Anderen waren infolge der Kriegsereignissen zerstört oder zerfallen. Nur in drei Privatbibliotheken blieben die Bestände unverändert. Die eine von ihnen ist die Festetics-Sammlung in Keszthely — die wertvollste unter den Bibliotheken der Hochadeligen in Ungarn. Diese wurde von der Regierung für „geschützt" erklärt. Bis zum Jahre 1974 gehörte sie als Denkmalbibli17* 259