AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1965-1966. Budapest (1967)
III. A könyvtári munka elmélete és gyakorlata - Németh Mária: Hírlapok mikrofilmezése - Mikrofilmreproduktion der Zeitungen
Die Forschung — besonders auf dem Gebiet der Literaturwissenschaft und des Geschichtsschreibens — wendet sich mit zunehmendem Interesse an die in der Nationalbibliothek aufbewahrten Periodica. Wie bekannt, werden die aus weichem Papier verfertigten Zeitungen durch häufigen Gebrauch leicht beschädigt und das Vermeiden dieser Gefahr bereitet den zuständigen Fachleuten der Bibliothek viele Sorgen. Der Aufsatz gibt auch einen Überblick über die ausländischen (finnischen, norwegischen, polnischen, westdeutschen, französischen, amerikanischen usw.) Aufbewahrungsmethoden, und sich auf Beispiele berufend, hebt die Notwendigkeit eines Zeitschriftenzentralkatalogs hervor. Er stellt nach der Analyse der Lage in Ungarn folgendes fest: 1. Abgesehen von wenigen Ausnahmen, besitzt die ungarische Nationalbibliothek bis 1952 die Zeitungsserien nur in einem einzigen Exemplar. Diesbezüglich ist das wichtigste Ziel, die Mikrofilmreproduktion dieses wichtigen Quellenmaterials zu sichern und zu bewahren. Die Bibliothek hat schon vor einigen Jahren die Mikrofilmreproduktion der Periodica begonnen. Mit Rücksicht auf die Grösse des Materials müssen wir aber das Tempo der Aufnahme intensivieren und es muss auch erzielt werden, dass von den ungefähr 100 wichtigsten und am meisten handgehabten Zeitungen Mikrofilmreproduktionen möglichst schnell verfertigt werden. Seit 1952 ist die Situation etwas günstiger, weil die Zeitschriftenabteilung aus jedem Titel zwei Pflichtexemplarserien besitzt. So ist die Gefahr der Beschädigung geringer und sind daneben die Mikrofilmreproduktionen der kurrenten Zeitschriften leicht zu sichern. 2. Obwohl die Rettung und die Mikrofilmreproduktionen der Zeitschriften in erster Linie Pflicht der Nationalbibliothek sei, müssen sie als Nationalaufgabe gelöst werden. Einerseits deshalb, denn diese Aktion will die wissenschaftliche Forschungsarbeit im ganzen Lande fördern, anderseits ist das Photographieren vollständiger Exemplare nur durch die Anwendung des Bestandes mehrerer Bibliotheken zu erreichen. Das Ermessen des Materials derjenigen Bibliotheken die einen Zeitschriftenbestand haben, ist im Gange, es muss aber erweitert und das Staatszentralkatalog der Zeitschriften, baldmöglichst aufgestellt werden. 3. Das Photographieren des Materials geht dem vorher ausgearbeiteten Plan entsprechend anspruchsvoll in Reihenfolge vor. Es werden jährlich 600 000 Aufnahmen verfertigt. Demnach erfolgt eine Kontrolle der Filme und das Beseitigen der eventuellen Fehler. 4. Die Mikrofilmreproduktion als Schutzmittel allein ist nicht genügend. Daneben muss auch eine Reihe von Methoden für den Schutz des Bestandes verwendet werden, sowie: das Einbinden der Bände, die Restauration, entsprechende Lagerung und das rationelle Beschränken des Gebrauchs. Nur die gemeinsame Anwendung dieser Faktoren bedeutet „Aufbewahrung" des ungarischen Zeitungsbestandes. 293