Matskási István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 92. (Budapest 2000)

Hieke, F.: Revision einiger Gruppen und neue Arten der Gattung Amara Bonelli, 1810 (Coleoptera: Carabidae)

gelblicher Spit/.c. Fühler mit drei scharf abgesetzt hellen Basalgliedern. Hinterflüge] stark reduziert, kürzer als die halbe Elytrenlängc. Kopf mäßig groß, Augen leicht vorgewölbt. Stirnfurchen fast erloschen. Kinnzahn sehr fein zweispitzig. Fühler dünn, nicht bis zum Hinterrand des Halsschildes reichend. Halsschild gleichmäßig kuppeiförmig gewölbt, glatt, auch an der Basis unpunktiert. Nach vorn stark verschmälert, doch sind die Seiten nur schwach gebogen. Meist an, seltener kurz vor den Hin­terwinkeln am breitesten. Hinterrand stark konkav gebogen. Hinterwinkel an der Spitze deutlich ab­gerundet. Vordcrwinkel spitz, weit (etwa um die Länge des 3. Fühlerglicdcs) über den Vorderrand vorstehend. Vorderrand trapezförmig ausgeschnitten (ähnlich wie bei A. communis PANZER, 1797). Postangularer Porenpunkt um einen Punktdurchmesser, meist sogar noch weiter vom Seitenrand ab­gerückt. Ohne äußere Basalgrube, innere stark reduziert, in Form eines kurzen bis sehr kurzen schrägstehenden Stricheis ausgebildet. Elytren in den vorderen zwei Dritteln fast parallclseitig, erst dahinter verengt. Streifen fast un­punktiert, am hinteren Ende nur schwach, manchmal schlecht sichtbar vertieft (ähnlich wie bei ,4. communis). Mit langem Skutellarstreifcn, aber ohne Skutellarporenpunkte. Basalkante zur Seite hin nach hinten gebogen. Scries umbilicata in der Mitte nur kurz unterbrochen. 7. Streifen meist mit zwei subapikalcn Nabclpunktcn, wobei der hintere einseitig (beim HT) fehlen kann oder ein dritter zusätz­lich auftritt (einige PT). Unterseite unpunktiert. Mctepistcrnen nur wenig länger als vorn breit, glatt. S mit zwei, $ mit vier borstentragenden Poren (Analporen) am Hinterrand des letzten Sternitcs. Prosternaifortsatz deutlich und scharf gerandet. Alle Schenkel unterseits mit zwei Selen. Mittlere und hintere Schienen beim S kräftig gebogen. Hinterschienen des S an der Innenseite mit einer dichten Bürste kurzer und fast anliegender Härchen. Sie umfaßt das apikalen Drittel (beim HT), kann aber auch länger sein und bedeckt dann die apikale Hälfte (meiste PT). Penis (Abb. 170-171) mit lang-drcicckigcr abgerundeter Spitze. Paramerenhaken kurz. Inter­nalsack linksseitig basal mit einem dunklen Längsschlauch, der teilweise im Basalbulbus des Penis liegen kann. Gonostyli (Abb. 172-173) relativ klein, symmetrisch zungenförmig. Die Art ist dem bekannten Carabidologcn des St. Petersburger Zoologischen Museums, mei­nem Freund und Kollegen BORIS KATAJEW gewidmet, der mich über Jahrzehnte unterstützte und mir stets das dortige wertvolle, typcnrcichc Sammlungsmaterial zugänglich machte. Da die neue Art drei helle Fühlerglieder, keine Skutellarporenpunkte und hin­ten vertiefte Streifen auf den Elytren besitzt, gehört sie in die communis-Gmppe und wird daher nur mit den ostpaläarktisehen Arten dieser Gruppe sowie jenen transpaläarktischen Arten, die O.Sibirien oder Zentralchina erreichen, verglichen. Als einzige Art der Gruppe besitzt die flugunfähige A. katajewi verkürzte Metepi­stemen und ist bereits durch dieses Merkmal von allen verwandten Arten unter­scheidbar. Bei A. katajewi sind sie kaum länger als vorn breit, bei den anderen Ar­ten 1,5-2 mal länger als breit. A. katajewi ist habituell der A. communis extrem ähnlich und besitzt wie diese vom Seitenrand des Halsschildes zur Mitte hin abgerückte postangulare Poren am Halsschild. Bei A. katajewi sind die Hinterwinkel des Halsschildes an der Spitze abgerundet, bei A. communis relativ spitz, höchstens abgestumpft. Die Penisspitze ist bei A. communis zungenförmig und nahezu parallclseitig, bei A. katajewi lang-dreieckig.

Next

/
Thumbnails
Contents