Matskási István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 87. (Budapest 1995)
Bunke, Zs.: Pflanzenpräparations-Methoden von Stanislaus Albach
solche rastlose Tätigkeit mit solchen vielfältigen Zusammenhängen ein Jahrzehntlang nicht nähren! Seitdem ALBACH Pest verlassen mußte, trafen sie sich mit SADLER wahrscheinlich nicht mehr. Womit stärkte sich ALBACH während seiner einsamen Arbeit anno 1844-45 ? Er hegte keine Ambition, neue Taxa zu beschreiben und veröffentlichen, obwohl er mit scharfem Blick die Widersprüche und Mangel der Literatur bemerkte und seine diesbezügliche Gedanken sachgemäß und geistreich formulieren konnte. Er hatte keine Absicht mit dem Präparieren "etwas Schönes zu schaffen"; er wollte bloß die Realität demonstrieren, ebenso, wie mit seinen erläuternden Zeichnungen in den Manuskripten. Das Ergebnis zeigte sich mit einer Beigabe, mit einem "superfluum", welches schon in der Kategorie des Ästhetischen gehört. Es sei bemerkt, daß die Pflanzenpräparate ausgesprochen schöner sind, als die akkurate Zeichnungen (Abb. 2). Man lobt zunächst die Geduld, mit dem ALBACH sein Herbai; die "große Präparate" zustande brachte. Einige Gedanken von NOÉMI FF.RENCZY, Gobelinkünstlerin (1890 - 1957) beleuchten dieses Gebiet: "Es wird immer an die Geduld gewiesen ... dies ist nur zur solche Dinge nötig, wo einige Zeit nichts geschieht ... dort aber, wo die Zeil ausgefüllt ist, ereignisvoll die Arbeit und angespannt, doil braucht man keine Geduld" - schrieb sie im Jahre 1943 (Tagebuch 1983: 35). GRUNDSÄTZE DER ARBEIT Alles bewußt: keine Zufälligkeit wird geduldet. Abb. 6. "Chattula nigra", schwarze Unterlage in Originalgröße, aus Abb. 5