Matskási István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 83. (Budapest 1991)

Bunke, Zs.: Herbarium Lumnitzerianum

Posonium detectae" betitelte Seite ist am Schluss eingeklebt mit den Angaben von "D.(omino) S. Lumn.", "a D. R. Ruzsbach" usw. LUMNITZERS Werk wurde bekannt; wird in SCHULTES: Oesterreichs Flora (1794) zitiert: "Die Quellen, die ich bey diesem Werke benützte ..." (in dem Literaturverzeich­niss, ohne pag.). WALDSTEIN et KITAIBEL in Plantae rariores Hungáriáé I. Band im Jah­re 1802, in der Einleitung, wo die Autoren CLUSIUS, LINNAEUS, JACQUIN, WINTERL, MITTERPACHER, PILLER, N. HOST und HAENKE aufgezählt werden, an der letzten Stelle steht" Expertissimus M. D. STEPHANUS LUMNITZER", also nicht unter den Pflan­zentausch-Gefährten THOMAS MAUKSCH, GENERS ICH, WOLNY und BUDAY (p. XXXII). Für DIÓSZEGI-FAZEKAS (1807) war LUMNITZERS Florenwerk, neben einigen wich­tigen Leitfäden (LINN. Syst. veg. Ed. XV, Spec, plant, curante WILLD., PERSOON Synops. plant., W. et K. PL rar. Hung., GENERSICH Elenchus) besonders bei Kryptoga­men angewendet (GOMBOCZ 1936: 376-378). Inzwischen war aber Flora Posoniensis schon vergriffen. PAUL BALLUS berichtet in seinem Werke "Presburg und seine Umgebungen" im Jahre 1823, dass eine neue, "näch­stens schon nothwendige Ausgabe" mit Korrektionen und Ergänzungen zu erwarten sei. LUMNITZERS Arbeit charakterisiert er folgenderweise: "Übrigens sind sämtliche, in diesem Buche bezeichnete Pflanzen, mit kleinlicher Genauigkeit, und der Hinzufü­gung der deutschen, slawischen und ungarischen Trivialbenennungen beschrieben" (1823: 65-67). DAVID HEINRICH HOPPE erwähnt in seinen Caricologia germanica bei Carex virens LAM. et DEC. "ZU gleicher Zeit hatte sie Lumnitzer in seiner Fl. Poson. als Carex ne­morosa aufgestellt, dem Host in Gram. Austr. IV, t. 81 folgte" (1826:18). Im Jahre 1830 erschien STEPHAN LADISLAUS ENDLICHER: Flora Posoniensis. Der in Pressburg gebürtiger Gelehrter gab in seiner ersten botanischen Publikation die Lo­kalflora im natürlichen System (GOMBOCZ 1936: 402). Im denselben Jahre beruft sich JOSEPH SADLER in seinem Defilicibus veris Hungáriáé, Transylvanie, Croatiae et Litora­lis Hungária auf Herbarmaterial: "auctor quoque herbaria consuluit mygindianum, crantzianum et winterlianum in Universitate nostra, tum kitaibelianum et lumnitzeria­num in Museo nationali hungarico asservata." (1830: 4). HERBARIUM LUMNITZERIANUM IM NATIONALMUSEUM Es ist bezeichnend, dass die Sammlung eben zu JOSEPH SADLERS Zeit von Press­burg nach Pest gelang. SADLER, selbst in der Stadt LUMNITZERS gebürtig, anhand sein Beispiel und Florenwerk - vielleicht unmittelbar durch seine Wörter angeregt - zielbe­wusst Botaniker wurde und lebenslang die Hoffnung hegte, eine vollständige Flora von Ungarn, vom Karpatenbecken herauszugeben. Dazu war erster und solider Baustein LUMNITZERS Werk. SADLER hatte eine besondere Stellung in Zeit und Ort eingenom­men. Als er im Jahre 1810 von seiner Geburtsstadt ein für allemal nach Pest kam und seine Studien an der Universität begann, war er zugetan dem einsamen, kranken KITAI­BEL, um seine Gedanken weiterdenken, seine Pläne weiterführen. Schon jung wurde SADLER im Ungarischen Nationalmuseum angestellt, - im Jahre 1820 - und wurde und blieb Kustos des Naturalienkabinets bis zu seinem Tode. In dieser Position hatte er Gelegenheit mit Palatin JOSEPH in kulturellen Plänen Einsicht bekommen und mitar-

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