Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 63. (Budapest 1971)

Debreczy, Zs. ; Hargitai, L.: Die zönologischen und bodenkundlichen Verhältnisse der xerothermen Eichenwälder des Permer-Rotsteines im Balatonoberland

Umgebung Balatonszepezd Umgebung Alsóörs Abb. 3. wird durch den 75 tägi­gen Wassermangel ge­zeigt, der dem westlichen Teil der ungarischen Tief­ebenen gleicht. Die Ex­treme spielen in der Ver­bindung von Klima und Vegetation eine entschei­dende Rolle: in einem extrem trockenen Dürre­jahr fiel z. B. im Juli ins­gesamt 0 — 5 mm Nieder­schlag, während die Durchschnittstempera­tur des Monates 23 °G war (1952). An den sub­mediterranen Charakter des Gebietes schlicsst sich der, in mitteleuropä­ischer Relation milde Winter an: die mehr­jährige durchschnitt­liche Minimal-Tempera­tur ist —15 °C. Der Tag des ersten Frostes ist der 31. Oktober, der letzte der 5. April. Diese sind einige der günstigsten Werte des Landes und hängen offenbar mit der temperaturausgleichenden Wirkung des grossen Sees auf die Nähe des Ufers zusammen. Dass die klimazonale Assoziation der Gegend der xerotherme Flaumeichen­Hochwald (Orno-Quercetum pannonicum) ist (FEKETE & ZÓLYOMI 1966), kann mit dem verhältnismässig trockenen Lokalklima, dem häufigen Wassermangel und mit der selektivenden Wirkung der Dürren jähre erklärt werden. Diese bilden auf Kalk­und Dolomit-Grundgestein zwei Subassoziationen. Eine von diesen sind die Be­stände der Südhänge ohne Quercus petraca und mit wenige europäischen Querco­Fagea Elementen, aber mit vielen Karstbuschwald-Arten. Die andere ist die eigent­liche zonale Assoziation mit Quercus petraea und mit relativ vielen mesophilen Arten (siehe: coronilletosum und petracetosum; DEBRECZY 1968). Im tiefen Löss­boden der Täler sind kleine Bestände mit Zerreichenwald- (Quercetum petraeae­cerris) Gepräge. Den tieferen Täler entlang sind fragmentale Eichen-Hainbuchen­wälder mit vielen xerotbermen Elementen (Querco-Carpinetum lathyretosum veneti). Ebenso extrazonal erscheinen die Karstbuschwälder (Cotino-Quercetum ; JAKUCS 1961, DEBRECZY 1967 b) abwechselnd mit submediterranen Elementen und reichen offenen oder geschlossenen Felsenrasen. Klimacharakter an zwei Permer-Rotsteingebieten des Lialatonoberlandes Die Vegetation des Periner-Uotsteines Bis sich die Assoziationen der umgebenden Kalk- und Dolomit-Gebiete von den extrazonal auftretenden offenen Felsenrasen und Buschwäldern durch Vertie­ferung des Bodens und das ausgeglichenere Lokalklima zum zonalen Orno-Querce­tum verändern, bis dahin fehlt auf dem Permer-Rotstein die räumliche Aufeinander­folge der Sukzessions-Stadien; offene, lockere, buschige Waldflächen kommen nur auf sekundären, gestörten Teilen vor. Das beweist, dass der Permer-Rotstein, aus­genommen die Felswände bei der gleichen klimatischen Gegebenheit mit den nahe­liegenden Kalk- und Dolomit-Gebieten zum Schliessen der Wälder, und Erreichen der Klimax überall geeignet ist. Die Südhänge sind mit- an Orno-Quercetum der Kalk- und Dolomit-Gebiete erinnernde — nicht vollkommen geschlossenen Eichenwäldern bedeckt, in dessen Baumschicht Fraxinus ornus, Quercus cerris, Quercus petraea und Quercus pubescens vorherrscht. In der reichen Strauchschicht ist Fraxinus ornus, Cotinus

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