Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 63. (Budapest 1971)

Debreczy, Zs. ; Hargitai, L.: Die zönologischen und bodenkundlichen Verhältnisse der xerothermen Eichenwälder des Permer-Rotsteines im Balatonoberland

coggygria und Sorbus domesticus am auffallendsten. Die Krautschicht ist mit dem gleichzeitigen Auftreten und Gegensätzlichkeit der an submediterranen Elementen reichen Orno-Cotinctalia und Festuco-Brometea Arten, und den acidophilen, haupt­sächlich zum Quercion roboris-Verband gehörenden Arten, charakterisiert. Be­sonders hoch ist — im Vergleich zu den Gegebenheiten des Permer-Rotsteins — die Proportion der mit Kalk- und Dolomit-Gebieten gemeinsamen Arten in den Rasenflächen unter der hie und da sich lichtender Baumschicht — wie die auf einer solchen Fläche gemachte Aufnahme beweist.* Die acidophilen Arten werden von Anthoxanthum odoratum, Centauriuni minus, Dianthus armeria, Jasione montana, Luzula campestris, Melampyrum pra­tense, Rumex acetosella, Veronica officinalis, Viscaria vulgaris vertreten, und man kann auch die Silene nutans hier noch aufzählen die auf Kalkboden nie in solcher Menge vorkommt (hier: V, -f — 4, auf Kalkboden II, + — 1, siehe DEBRECZY 1968). Das sichere Zeichen der Versauerung des Bodens ist der grössflächige Moss­teppich, in dem wegen dem trockenen Lokalklimas die Hypnum cupressiforme scheinbar fast alleinherrschend ist; Polytrichum attenuatum, Polytrichum funi­pcrinum und Catharinea undulata var. minor kommen nur in kleineren Gruppen vor. Das Bild der Vegetation an den Nordhängen und auch auf den kleineren und grösseren Plakor-Flächen der Gipfel der Berge verändert sich vollständig. Unter der fast ausschliesslich aus Quercus petraea bestehender Baumschicht fehlt die Strauchschicht beinahe vollständig („heller Wald") und die an Südhängen so charakteristischen submediterranen Arten verschwinden zum grössten Teil (nur die Fraxinus ornus bleibt konstant), ebenso verschwinden die meisten xerothermen Elemente der Festuco-Brometea Arten-gruppe. Die Orno-Cotinetalia Artengruppe wird fast ausschliesslich von F^raxinus ornus vertreten, während die zur Quercion roboris und Querco-Fagea Artengruppe gehörenden Arten eine betonte Rolle be­kommen; und der Boden ist — abgesehen von den mit dürrem Laub bedeckten Mächen — mit zusammenhängender Moosschicht von Dicranum scoparium be­deckt. Eine neue floristische Angabe bedeutet auf diesem Gebiet, sogar auch im ganzen Balatonoberland bis zum Tapolcaer-Becken, die Leucobryum glaucum, die ich in einigen cm 2 dem Dicranum scoparium Rasen sich anschmiegenden Gruppen gefunden habe. Nach der vorherigen Beschreibung können die zonalen Wälder des Permer-Rotsteines nicht zum Orno-Cotinetalia Verband gehören. Die Orno­Quercetum wird also auf dem Permer-Rotstein unterbrochen und ihr Platz von einem, aus überwiegend europäischen Elementen bestehenden Eichenwald besetzt. Der Grund ist auf edaphische und vegetationshistorische Tatsachen zurückführbar, weil doch die klimatischen Gegebenheiten mit den naheliegenden Kalk- und Dolomit-Gebieten praktisch ganz gleich sind. Die Bodenmerkmale, die Nährstoff­aufnahmefähigkeit des Silikatbodens unterscheiden sich von denen des Karbonat Bodens, dass das Eindringen der submediterranen Elemente und teilweise auch andere Arten des umliegenden Kalk- und Dolomit-Gebietes verhindert wird. Die heimischen xerothermen Wälder ermöglichten gleichzeitig die Einsiedlung vieler * Botriochloa ischaemum: AD = 3 — 4, + Carex halleriana: 3 — 4; Festuca pseudovina: 2, Thymus marschallianus: 2; + Helianthemum ovatum: 1 — 2, + Melica transsilvanica: 1—2, + Potentilla arenaria: 1 — 2, AD = 1 : Euphorbia cyparissias, Ilieracium piloselloides, + Hippo­crepis comosa, Poa anyustifolia, Prunella laciniata; AD = -\ — 1 : Poa compressa, Sedum sexangu­lare, + Teucrium chamaedrys, + Trifoliuma Ipeslre; AD = + : Achillea nobilis, + Allium flauum, + Asperula cynanchica, + Dorycnium herbaceum, Fragaria viridis, Salvia nemorosa, +Seseli osseum, + Verbascum phoeniceum, + Vinca herbacea (4- = die, mit den Pflanzen der Kalk- und Do­lomit-Gebieten gemeinsamen Arten ).

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