Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 63. (Budapest 1971)

Debreczy, Zs. ; Hargitai, L.: Die zönologischen und bodenkundlichen Verhältnisse der xerothermen Eichenwälder des Permer-Rotsteines im Balatonoberland

ANNALES HISTORICO-NATUHALES MUSEI NATIONALIS HUNG ARI Cl Tomus 63. PARS BOTANICA 1971. Die zönoloyischen und bodenkundlichen Verhältnisse der xerothermen Eichenwälder des Periner-Rotsteines im Balatonoberland Von Zs. DEBRECZY und L. HARGITAI, Budapest* Einleitung Eines der interessantesten zönologischen Probleme des Balatonoberlandes ist die Frage der Waldgesellschaften des Permer-Rotsteines. Die Permer-Schichten in diesem Gebiet, ja sogar in ganz Ungarn, kommen nur auf zwei, voneinander isolierten Stellen, nämlich von Balatonalmádi bis Balatonfüred und von Zánka bis Abraham­Berg an die Oberfläche (Abb. L). Diese Schichten sind anderswo überall mit Trias­Kalk und Dolomit bedeckt. Die permische Stufe kommt meistens nur an milden Abhängen, niedrigen Teilen der Berge an die Oberfläche — teilweise mit Pannon­Pleistozän-Ablagerungen, beziehungsweise Schütte bedeckt —, und ihr rötlicher an Laterit erinnernder Boden ist seit Jahrhunderten bebaut — berühmtes, historisches Weingebiet ersteckt sich darauf. Höher, wo sich die ursprüngliche Vegetation auf den unkultivierbaren, minderen, felsigen Grund bis heute erhalten hat, ist das Grund­gestein aus verschiedenen Trias-Kalk- und Dolomit-Schichten gebildet. Im ganzen findet man nur wenige Berge, wo die permischen Bruchstufen den ganzen Kern und Kamm des Berges bilden und sich die natürliche Vegetation bis heute erhalten konnte. Von den oben erwähnten zwei Gebieten analysiere ich in dieser Arbeit nur die zönologischen Probleme der Permer-Rotsfein-Berggruppen des NO-Gebietes des Balatonoberlandes bei Alsóörs. Die im SW sich in der Umgebung von Balaton­szepezd befindlichen acidophilen Eichenwälder weichen in ökologischer und teil­weise auch in zönologischer Hinsicht von dem vorherigen ab. Die meteorologischen Angaben und die Zusammensetzung der Vegetation beweisen eindeutig, dass die hiesigen Gebiete unter einem gut ermessbaren subatlantischen Einfluss stehen. Die nach den meteorologischen Angaben konstruierten Isothermen und Isobaren usw. bezeichnen fast gesetzmässig diese Zone, als die Grenze des nächsten, trockneren und wärmeren Gebietes im Balatonoberland gegen Nordosten (Országos Meteoro­lógiai Intézet 1960). Damit ist zusammen mit vegetations-historischen Zusammen­hängen zu erklären, dass die zonalen xerothermen Eichenwälder (Orno-Quercetum pannonicum petraeetosum; siehe später) durch die Zerreichenwälder verdrängt wurden, sowie die Tatsache, dass die Calluna vulgaris in dem Transdanubischen Mittelgebirge hier am ehesten nach Osten vorgedrungen ist. Meine bisherigen, unter Bearbeitung stehenden Aufnahmen bewiesen, dass die von Permer-Rotstein gebildete Balaton­szepezdéi- Bergkette schon in die Zone des Quercetum petraeae-cerris fällt, wo ihre Bestände sich auch auf die Südseite des Berges ziehen. Die Beschreibung des Gebietes Die in dieser Arbeit behandelte, insgesamt 10 — 12 km- ausgedehnte Permer­Rotstein-Berggruppe ist zwischen karbonatischen Gesteinen eingeklemmt. Diese Berge, wie Oreg-Berg, Somlyó-Berg, „Kilátó-Berg", Xagykőorr-Berg, Felső-Berg, * In dieser Arbeit wurde der botanische Teil von Zs. DEBRECZY, der bodenkundliche Teil von L. HARGITAI geschrieben.

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