Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 58. (Budapest 1966)

Báldi, T.: Die oberoligozäne Molluskenfauna von Eger und die Neuuntersuchung der Schichtfolge

Auf dieser Grundlage dürfte die 3% von miozäner Elemente enthaltende oligozäne Fauna borealen Charakters des Molluskentones mit der ebenfalls eine boréale Verwand­schaft aufweisenden und 4,8% miozäner Elemente führenden Törökbälinter Fauna (BÁLDI, 1964) in einen und denselben Horizont gestellt werden. Die Törökbälinter Fauna stammt aus dem tieferen Abschnitt des mittleren Horizontes des Pectunculus­Komplexes, wie auch der Molluskenton das tiefere Glied des Egerer Profils bildet. Die hochgradige Endemität der Fauna mag auch dadurch bedingt sein, dass diese Ausbildung, d. h. die tief-sublittorale bis seicht-bathyale Fazies, nicht nur im Oberoligozän Ungarns, sondern auch in demjenigen Europas sehr wenig bekannt ist. Sie erinnert gewissermassen an den Kisceller Ton, wozu auch das hinzukommt, dass in ihm die weiterentwickelten, nächst verwandten Unterarten und Arten der aus dem Kisceller Ton von Buda-Újlak beschriebenen Fauna vorzufinden sind (z. B. Nuculana psammobiaeformis, Cuspidaria neoscalarina, Thyasira vara angusta, Rostel­laria bicarinata, Acamptochetus clatratus, usw.). Auch manche tortonischen Fazies (z. B. der „Badener Ton" von Szokolya) sind nahestehend, wie es darauf schon früher hingewiesen wurde (BÁLDI et al., 1961). Die stratigraphische Auswertung des Molluskentones von Novaj (BÁLDI et al., 1961) konnte deswegen zu einen unterschiedlichen Ergebnis führen, da seitdem unsere Kenntnisse über die stratigraphische Verbreitung mehrerer Arten und über das Alter mancher, zur Korrelation herangezogenen Fundorte sich so weit erweiter­ten, dass sie nunmehr unsere damaligen Ergebnisse erheblich verändern. Nach unse­rer gegenwärtigen Beurteilung sind folgende Arten der Novajer Mollusken-Fauna vom Oligozän datiert: Crassatella carcarensis, C. bosgueti, Nuculana psammobiae­formis, Mathilda schreiben, Diastoma grateloupi turritoapenninica, Ampullina crassa­tina, Vexillum peyreirense, Turricula telegdirothi, T. reguláris, also 9 Arten, was 31% der Fauna vertritt (gegenüber den früheren 28%). Als miozän dürften ledig­lich Turris trifasciata, Melanella spina und mit Fragezeichen Athleta rarispina und A. ficulina betrachtet werden. Die Fauna der Sandschicht „k" Die bisherige Literatur verstand unter dem Begriff „Egerer Fauna" haupt­sächlich diese Fauna. In den in der Einleitung angeführten Kollektionen stehen uns zur Zeit 110 Arten zur Verfügung (vgl. Tabelle II), die nur ein Drittel der von NOSZKY sen. angeführten (1936), aus 324 Formen bestandenen Fauna ausmachen würden. Ziehen wir aber von NOSZKYS Faunenliste die aus den Tonen erwähnten 28 Arten, die sieben nicht benannten „Übergangsformen" und die durch NOSZKYS sowohl biologisch, als auch stratigraphisch unrichtigen, übertriebenen Zergliede­rung kreierten 66 Arten (die unbedingt zu einer beschränkteren Zahl von Arten zu vereinigen sind) ab, so beschränkt sich die meritorische Artenzahl NOSZKYS zu­grundegegangenen Fauna auf 218, deren 65% auch während der Neusammlungen angetroffen wurden, bzw. in anderen Kollektionen erhalten blieben, d. h. uns zur Verfügung standen. Dreiviertel der fehlenden 35% wurde trotz den mehrere Jahr­zehnte lang gedauerten Sammlungen höchstens in einem Exemplar gefunden. Prak­tisch also stand — trotz der bedauerlichen Vernichtung der Kollektion von NOSZKY — die Fauna der Schicht ,,k" im wesentlichen der Revision zur Verfügung. Die Fauna wurde von TELEGDI-PVOTH (1914) und NOSZKY sen. (1936) in den höchsten Horizont des Oberoligozäns gestellt, wobei ihr Übergangscharakter sowohl im chronologischen, als auch in paläogeographischen Sinne unterstrichen wurde. GAÁL (1937—38) und HORTJSITZKY (1940) hielten sie auf Grund der von ihnen in

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