Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 58. (Budapest 1966)
Báldi, T.: Die oberoligozäne Molluskenfauna von Eger und die Neuuntersuchung der Schichtfolge
anderen Gebieten durchgeführten Untersuchungen für Untermiozän (Aquitan). Diese letztere Auffassung wurde von CSEPKEGHY-MEZNEEICS (1950) anhand der Ergebnisse der stratigraphischen Analyse der Faunenlisten von TELEGDI-ROTH und NOSZKY unterstützt. Nach der Meinung von BENKŐNÉ—CZABALAY (1958) sind die miozänen Elemente durch 60,5%, die oligozänen Formen aber bloss durch 8,1% in der Fauna der Schicht „k" vertreten. SENES (1958) in seiner Arbeit über Kovácov ist ebenfalls der Meinung, dass die Fauna von Eger dem Aquitan (bzw. dem Untermiozän in diesem Sinne) angehört. (Wir sind leider nicht in der Lage, die Meinungen der Paläobotaniker und der nicht Mollusken, sondern andere Tiergruppen bearbeitenden Spezialisten an dieser Stelle aufzuzählen.) Unsere eigenen Ergebnisse wurden in folgender Tabelle zusammengefasst: Paratethys Tethys Boreale Prov. Atlantische Prov. Miozäne Arten 35% (48%) 10% (16%) 6% ( 9%) 17% (25%) Oligozäne Arten 29% (33%) 18% (23%) 19% (22%) 4% ( 4%) Persistente Arten 19% (19%) 16% (20%) 17% (19%) 6% (10%) Insgesamt: 83% (100%) 44% (59%) 42% (50%) 27% (39%) Die Tabelle beruht auf demselben Prinzip, wie die Tabelle über die Fauna des Molluskentones. Die Vermengung der borealen und mediterranen Formen ist in der Fauna der Schicht ,,k" vollständig; in fast gleicher Zahl treten die Arten von Eger in den beiden Provinzen auf (44% und 42%), wie es bereits VON TELEGDIROTH (1914) festgestellt wurde. Die Fauna ist viel weniger endemisch, als die Fauna des Molluskentones, da sie die im Oberoligozän weit verbreitete seicht-littorale Fazies vertritt. Auch hier kann beobachtet werden, dass die Egerer Fauna in der Mediterranen und der Borealen Provinz den oligozänen Faunen näher steht, während diesmal mit dem Miozän des Atlantischen Raumes eine grössere Verwandschaft zu beobachten ist. Alle Angaben zusammenfassend stellt sich heraus, dass folgende Egerer Arten niergends in Europa aus vor-untermiozänen Schichten bekannt sind: Chlamys incomparabilis, Rostellaria dentata, Natica tigrina, Zonaria subglobosa, Euthriofusus burdigalensis, Athleta rarispina. Ungewiss ist der chronologische Wert von Strombus coronatus, da diese Art mit Bezeichnung cf. auch aus den Schichten von Bélus— Peyrère angeführt wird. Athleta ficulina wird ihrerseits von NOSZKY aus dem Kisceller Ton (Rüpel) von Űjlak beschrieben. Als nächstverwandten oberoligozänen Vorläufer miozäner Arten betrachten wir folgende Formen: Lutraria oblonga soror, Turritella venus margarethae, Melanopsis impressa hantkeni, Bittium reticulatum densespiratum, Charonia ex äff. tarbelliana, Hinia fortecostata edentata, Conus dujardini egerensis, Cylichna cylindracea raulini. Folgende Arten der Schicht „k" wurden in allen Faunenprovinzen Europas nur in den oligozänen Ablagerungen angetroffen: Nucula schmidti, Glycymeris pilosa lunulata, Ostrea cyathula, Cyprina islandica rotundata, Isocardia subtransversa abbreviata, Pitar sj)lendida, Cardium egerense, Ringicardium bükkianum, Turritella beyrichi percarinata, Diastoma grateloupi turritoapenninica, Ampullina crassatina, Globularia gibberosa sanctistephani, Cassidaria depressa, C. nodosa, Typhis cuniculosus, T. fistulosus schlotheimi, Galeodes basilica, Babylonella fusiformis pusilla, Marginella gracilis, Turris selysi, T. konincki, Turricula reguláris, T. telegdirothi, Bathytoma cataphracta subdenticulata, Cylichna cylindracea raulini, Acteon punctatosulcatus, Dentalium simplex. 6 Természettudományi Múzeumi Évk. 1966.