Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)

Kopek, G. ; Kecskeméti, T.: Oberlutetische Transgression im nordöstlichen Bakony-Gebirge

ANNALKS 11 ] ST( > 1 ! 1 ( >- NAT I HAL LS .Ml SKI NATIONALIS HUNGARIC1 TOMUS 57. PARS MINERALOGICA ET PALAEONTOLOGICA 1965. Oberliitetische Transgression im nordöstlichen Bakony-Oebirge* Von G. KOPEK und T. KECSKEMÉTI, Budapest Unlängst erörterten wir (1964 a) die Entstehungsverhältnisse und die Frage der zeit­lichen Einstufung der eozänen Braunkohlenkomplexe des Bakony-Gebirges. Zunächst beab­sichtigen wir die Ausbildung und die auf Grossforaminiferen-Untersuchungen beruhende stratigraphische Lage der auf ihrer Basis braunkohlenführenden Schichtreihe des jüngsten Eozäns bekannt zu machen, auf Grund der Bearbeitung des Materiales, der in den Becken von Dudar, Baiinka und Iszkaszentgyörgy abgesenkten Schürfungsbohrungen. Im weiteren wird ein Versuch gemacht diese Schichten mit ähnlichen ungarischen und ausländischen Bildungen zu parallelisieren. Unter den geologisch-paläontologisch ausgewerteten Materialien der Bohrungen der drei Becken des nordöstlichen Bakony-Gebirges (16 Stück) beabsichtigen wir, zwecks einer Bekräftigung unserer Schlussfolgerungen, je ein Grundprofil vorzuführen (siehe Tabelle 1, 2, 3, Zeichenerklärung siehe bei der 4. Tabelle). Es soll betont werden, dass das bearbeitete Gebiet faziologisch grösstenteils Becken­ablagerungen umfasst, mit den litoralen Regionen werden wir uns wegen den auffallenden faziologischen und faunistischen Abweichungen in einer anderen Arbeit beschäftigen. Das als Thema unserer Arbeit dienende Schichtkomplex der betreffenden Gebiete - wie unlängst dargelegt (1964 a) — lagert transgressiv teilweise bei charakteristischen Feh­len des mittleren Lutets auf den Schichten des unteren Lutets, bzw. an anderen Stellen ausser­dem direkt auf dem Grundgebirge. Auf den transgressiven Charakter der Lagerung, bzw. auf das Fehlen der Schichten des mittleren bis oberen Lutets hatte schon vor uns J, KOKAY. (1961) Várpalota hingewiesen. Auf die genannte Erhebung folgt eine auf das nördliche Vorland des Gebirgsteiles aus­wirkende Absenkung. Während der Senkung wurde in den Unebenheiten des Gebirgsrandes ein bunter Ton von wechselnder Mächtigkeit abgelagert; später, während zunehmender Ab­senkung entstanden süsswasser-, bzw. brackische Moorbecken. An der Füllung der Senken beteiligen sich gleichzeitig mit den obenerwähnten, unmittelbar auf dem Grundgebirge eine Grundbrekzie von marinem Ursprünge, Konglomerat und Sand, oft mit den in gesteinbilden­der Menge auftretenden Arten Nummulites brongniarti, N. puschi, sowie N. perforatum. Im weiteren beabsichtigen wir die sedimentgeologischen Umstände der oberlutetischen Schichtfolge bekanntzumachen. Von sedimentgeologischer Hinsicht ist der Aufbau der Schichtserie recht verschieden, in den abweichenden Fazies der rand-, küstennahen und inne­ren Regionen des Beckens. In dieser Arbeit beschäftigen wir uns bloss mit den Fazies der zwei letztgenannten Gebiete. Im Aufbau der Schichtfolgen dieser zwei Regionen ist eine terrestrische, eine Süsswasser-, eine marine Einschläge enthaltende brackische-oszillations-, eine bracki­sche Einschläge enthaltende, sog. untere marine-oszillations- und endlich eine reine marine Serie unterscheidbar. Es soll betont werden, dass neben der Trennbarkeit der genannten Serien der auffallendste Charakterzug der ganzen Schichtreihe einheitlich 'Manuskript abgeschlossen am 31. 12. 1964.

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