Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)

Kopek, G. ; Kecskeméti, T.: Oberlutetische Transgression im nordöstlichen Bakony-Gebirge

der Oszillationscharakter ist, der in jeder Bohrung und in jeder bekanntgegebenen Serie, wenn nicht in gleichem Masse, jedoch augenfällig ist (siehe Tabelle 4). Die terrestrische Serie ist als eine Reihe des bunten Tones von recht wechseln­der Farbe entwickelt. Ihre Mächtigkeit bleibt allgemein unter 10 m, sie überragt aber selten die 30 m. Die Schichten bauen sich manchmal aus schwach, andersmal aus stark sandigen, öfters meist aber aus schotterigen Lagen auf. Im Kiesmaterial sind hauptsächlich und bezeichnenderweise die mezozoischen Kalkstein des Gebirgs­randes, Mergel, bzw. weiss verwitterter Feuerstein, allgemein wenig Lidit und Quarzit vertreten. Die Schotter sind manchmal von 0,5—1,0 m starken Schichten oder Linsen aufgebaut, es ist sogar bekannt, dass sie an einer Stelle aufsteigendes Wasser enthalten (in der Kartierungsbohrung Nr. 1 von Bakonynána 2 1/min.) Die Grösse der Kiese überragt selten diejenige einer Nuss. Die Braunkohlenlagerstätte — die Schichten von Süsswasser — sowie brackischen Charakter enthält — ist von der Randfazies hauptsächlich durch das Fehlen des Sandes und durch dem geringeren Anteil von sandigen Sedimenten abweichend. In diesen Serien sind die Tone und Tonmergel dominant, Mergel, sowie Kalkmergel­artige Ablagerungen sind selten. Die Süsswasser- und brackischen Ablagerungen der Oszillation enthalten abbauwürdige Braunkohlenflöze, undzwar in solcher Form, dass das Grundlager unter Süsswasser-Umständen, die hangenden Flöze (in Ein­oder Mehrzahl) im brackischen Milieu entstanden. Obzwar sich die Zahl der Lager stets verändert, sind allgemein zwei dünne, produktive Flöze ausgebildet. Im Hangen­den können sich auch zu denselben ein oder zwei nicht abbauwürdige, linsenförmige, sog. Begleitflöze anschliessen (untere bzw. obere Begleitflöze). Zwischen den isolier­ten Lagern und den oberen Begleitflözen bilden marine Schichten Einschaltungen, meist mit N. striatus gekennzeichnet. Die unteren marinen Ablagerungen vertreten Wechsellagerungen von Ton­mergeln, Mergeln und Kalkmergeln, selten — hauptsächlich in der küstennahen Beckenfazies — mit schotterigen Mergeln und Schotter-Linsen. Für diese Schichten ist eine reiche Fauna charakteristisch. In beiden Faziesgebieten werden die sicheren Grenzen der unteren und oberen marinen Schichten durch die zum unteren Komplex gehörenden korallführenden (oft in gesteinsbildender Menge vorhanden) Lagen an­gedeutet. Endlich sind für diese Serie brackische Einschläge bezeichnend. Die obere marine Schichten ist aus Tonmergel-, Mergel-, Kalkmergel-, Kalk-, sandigen Kalk- und selten kalkigen Sandstein-Schichten zusammengefügt. Binnen dieser Serie soll jedoch zwischen den beiden — im vorherigen erwähnten — Becken­Faziestypen sedimentpetrographisch eine scharfe Grenze gezogen werden. In der küstennahen Beckenfazies befindet sich eine Wechsellagerung von Kalk­oder Mergel-, seltener kalkigen Sandstein-Schichten (übergehend in die Gebiete der Randfazies), wobei die Sandstein- und sandige Kalk-Typen bezeichnend schotterig sind. Das Material der Kiese besteht aus mezozoischen Kalk, Mergel und Feuerstein, mit wenig Quarz und Lidit. Im Schuttmaterial fehlen die Gerolle und die aufge­arbeiteten Grossforaminiferen der älteren Eozänschichten, als Zeichen jener Tat­sache, dass die genannten Eozänbildungen in dieser Periode des oberen Lutets schon vom Meere überflutet wurden. Die Schotter sind allgemein feinkörnig, von Hasel­nussgrösse, oder kleiner, selten von Nussgrösse. Das petrographische Bild der Beckenfazies ist bedeutend eintöniger, die darin niedergebrachten Bohrungen haben meist Tonmergel, bzw. sandigen Tonmergel angefahren, welchen nur in den oberen Lagen der Schichtfolge eine Einschaltung von vulkanischem Tuff (makroskopisch meist durch viele grosse Biotitschuppen ange­deutet) und grosse Anhäufungen von Glaukonit etwas abwechslungsreicher gestalten.

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