Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)

Smetana, A.: Zur Kenntnis einiger Philonthus- und Gabrius-Arten aus der Reitter-Sammlung (Coleoptera, Staphylinidae). (62. Beitrag zur Kenntnis der Staphyliniden)

ANNALES HISTORICO-NATU RALES MUSEI NATIONAL IS HTNGARICI Tomus 57. PARS ZOOLOGICA 1965. Zur Kenntnis einiger Philonthus- und Gabrius-Arten aus der Reitter-Sammlung (Coleoptera, Staphylinidae) (62. Beitrag zur Kenntnis der Siaphyliniden) Von A. SMETANA, Prag Dank dem Entgegenkommen des Herrn DR. ZOLTÁN KASZAB hatte ich die Möglichkeit, sämtliches Philonthus- und Gabrius-Material aus der Reitter-Sammlung zu überzuprüfen. Die Revision dieses Materiales hat einerseits gezeigt, dass eine Anzahl von Exemplaren un­richtig gedeutet wurden, anderseits, dass eine andere Anzahl von Stücken den Arten ange­hören, die erst viele Jahre später von mehreren Autoren als neu erkannt und auch beschrieben wurden. Diese Tatsache ist ganz begreiflich und entspricht vollkommen dem Zustand der Systematik in der damaligen Zeit, in denen die Kenntnisse über die Bedeutung des Aedoea­gus für die Arten-Systematik dieser zwei Gattungen noch ganz gering waren. Da die Reitter-Sammlung eine grosse Anzahl von wichtigen Belegexemplaren, Typen und Paratypen enthält, halte ich es für richtig, die wichtigsten Ergebnisse meines Studiums hier vorzulegen. Für die Überlassung mehrerer Belegexemplare für meine Sammlung danke ich Herrn DR. ZOLTÁN KASZAB herzlich. Philonthus (Philonthus s. str.) ancora REITTER, 1909 Philonthus ancora REITTEB, 1909, Fn. Germ., 2, p. 125. Der ziemlich schwer beschädigte männliche Holotypus dieser Art (es fehlen ihm fast vollkommen die beiden Fühler) trägt die Spuren eines Versuches, aus ihm den Aedoeagus auszupräparieren. Der Aedoeagus ist aber leider nicht mehr zu finden. Die Art ist unter den mit vier Punkten in den Dorsalreihen des Halsschildes und mit dem in der Mitte winkeligen Basalrand der vorderen Tergite versehenen Arten durch die auffallende Färbung der Flügeldecken sehr ausgezeichnet und ist mit keiner anderen paläarktischen Art zu verwechseln. Oberfläche des Kopfes und des Halsschildes sind glatt, ohne Mikroskulptur. Die Punktierung der Flügeldecken ist fein, ausgesprochen seicht und ziemlich weitläufig. Sechstes Sternit ist am Api­kalrand in der Mitte breit und sehr tief, scharf dreieckig ausgeschnitten. Philonthus (Philonthus s. str.) picipes FAUVEL, 1875 Philonthus picipes FAUVEL, 1875, Fn. Gallo-rhén., III, Cat. Syst.: XXXI. Philonthus picipes; SCHEERPELTZ, 1944, Kol. Rdsch., 30, p. 143. Von dieser Art liegen mehrere Exemplare vor, die sämtlich als Ph. carbonarius GYLL. bestimmt wurden. Sie stammen von folgenden Fundorten: „Bosn. Herz. Ivan.", 3 Ex. und ,, Caucasus Helenendorf, REITTER", 2 Ex. Vom Kaukasus liegen noch zahlreiche weitere Exemplare vor. Besondere Erwähnung verdienen zw r ei Exemplare, die vom Kaspischen Meer stammen: Hamarat und Lyrik.

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