Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)

Smetana, A.: Zur Kenntnis einiger Philonthus- und Gabrius-Arten aus der Reitter-Sammlung (Coleoptera, Staphylinidae). (62. Beitrag zur Kenntnis der Staphyliniden)

Philonthus (Philonthus s. str.) rufimargo REITTER 1909 Philonthus rufimargo REITTER, 1909, Fn. Germ., 2, p. 128. Von dieser Art liegen drei Originalexemplare (Holotypus und zwei Paratypen) vor, die die Fundortsangabe „Caucasus Armen. Geb., LEDER, REITTER" tragen. Meiner Ansicht nach ist diese Art von den kleineren Exemplaren von Ph. bimaculatus GRAV. ab. oligostigma LEINB. kaum spezifisch zu unterscheiden. Dafür scheint auch die Tatsache zu sprechen, dass beim einzigen männlichen Exemplar dieser Art (Holotypus) sowohl in den sekundären Geschlechtsauszeichnungen am 6. Sternit als auch im Bau des Aedoeagus keine wesentlicheren Unterschiede wahrnehmbar sind. Zur Originalbeschreibung REITTERS ist folgendes zu bemerken: die Flügeldecken weisen beim Holotypus einen zwar schwachen, jedoch jedenfalls wahrnehmbaren Erzschein auf (sie sind also nicht „schwarz, ohne Erzschein"). Auch bei den zwei Paratypen kann man auf den etwas schmutzigen, fettigen Flügeldecken die Spuren eines Erzglanzes entdecken. In der Ausbildung der Querlinien an der Basis der vor­deren Tergite kann man gewisse Uneinigkeit beobachten. Beim Holotypus sind diese Querlinien wirklich ganz gerade, wie es in der Originalbeschreibimg steht, bei einem der Paratypen ist die Querlinie an der Basis des dritten freiliegenden Tergites in der Mitte zwar schwach, jedoch deutlich nach hinten vorgezogen. Dazu ist zu bemer­ken, dass auch bei Ph. bimaculatus GRAV. der winkelige Vorsprung in der Mitte der basalen Querlinien der Vorderen Tergite manchmal sehr undeutlich ist. Da es aber bei den drei vorliegenden Exemplaren doch gewisse äusserliche Unterschiede gibt (besonders kleinere und schlankere Gestalt, kleinere Augen und meistens etwas kürzere Fühler, will ich die Art vorläufig als mit Ph. bimaculatus GRAV. ab. oligostigma LEINB. nicht identisch erklären. Die Frage kann erst nach dem Vorhandensein mehrerer Exemplare (besonders Männchen) endgültig geklärt werden. Jedenfalls darf man aber die ziemlich grosse äusserliche Veränderlichkeit von Ph. bimaculatus GRAV. nicht ausser acht lassen. Philonthus (Philonthus s. str.) íormáneki ROUBAL 1911 Philonthus formäneki ROUBAL, 1911, Cas. Ces. spol. ent., 8, p. 6. Philonthus formäneki; GRID ELLI, 1943, Atti, Mus. civ. Stor. nat. Trieste, 15, p. 128. Von dieser Art liegen zwei Exemplare mit der Fundortsangabe „Kaukasus, LEDER" und ein Exemplar von „Caucasus Helenendorf" vor. Beide wurden unter dem Namen Ph. ro­tundicollis MÉN. eingereiht. Die Art kommt nicht nur im Kaukasus, sondern auch in Anato­lien vor: Kulakkaya bei Giresun, 1450 m, 27. 7. 63, 4 Ex., leg. W. HEINZ. Philonthus (Philonthus s. str. hyperboreus) J. SAHLBERG, 1880 Philonthus hyperboreus J. SAHLBERG, 1880, Svenska Vetensk. Ak. Handl., 17, p. 70. Von dieser bemerkenswerten Art liegen zwei Exemplare vor, die unter dem Namen Ph. frigidus KIESW. eingereiht wurden. Beide tragen die Fundortzettel „Quell, d. Jrbut., REITTER". Die Art weist merkwürdigerweise eine ziemlich nahe Verwandtschaft mit einigen nordamerikanischen Arten aus dem Artenkreis von Ph. pugetensis HATCH auf, und sie bildet in Alaska eine besondere vikariierende Rasse. Der Aedoeagus ist sehr

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