Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)

Kretzoi, M.: Die Hipparion-Fauna von Györszentmárton in NW-Ungarn

Gazella strylodondis 1 PAMIR & SAYAR (ex GAUDRY MS) 1933 - Pikermi Gazella pilgrimi BOHLIN 1935 - nom. nov. für G. gaudryi SCHLOSSER 1904 (nec Protet­raceros gaudryi SCHLOSSER 1903 - das mit vorigem congenerisch sein soll), Gazella rodleri PILGRIM 1937 - nom. nov. für G. capricornis RODLER & WEITHOFER 1890) nec Antilope capricornis WAGNER 1848), Gazella lydekkeri PILGRIM 1937 ­Gazella kueitensis BOHLIN 1938 — Gazella paragutturosa BOHLIN 1938 — Gazella andreei SIMIONESCU & DOBRESCU 1941 — nom. nov. für G. schlosseri ANDRÉE 1926 (nec PAVLOV 1931) = G. andreei KADIC & KRETZOI 1927 = G. mitylinii PILGRIM & HOPWOOD 1928, Gazella elenorae SENYÜREK 1953 — Kücükyozgat, Gazella otkuni OZANSOY 1951 - Mugla, Gazella proatlantica OZANSOY 1957 — Kavak Dere. Von diesen 27 Namen sind 4 (capricornis RODLER & WEITHOFER 1890, gaudryi SCHLOSSER 1904, schlosseri ANDRÉE 1926f andreei SIMIONESCU & DOBRESCU 1941) als Homonyma zu verwerfen, ein fünfter als unberechtigte (brevicornis ROTH & WAG­NER 1854) und ein sechster als überflüssig gewordene (mitylinii PILGRIM & HOP­WOOD 1928) Namengebung auszuschalten. Somit sind insgesamt 21 Namen als nomen­klatorisch korrekt zurückgeblieben. Wieviele von diesen als systematische Synonyma zu betrachten sein werden, ist im Augenblick schwer zu entscheiden. Für eine solche Kritik reicht ohnedies nicht das vorhandene Fossilmaterial aus. Was wir aber auch jetzt mit Nutzen machen können, das ist eine sorgfältige Fixierung der regionalen Typen — auf möglichst grosses Material gegründet. Werden die einzelnen Formen­kreise so besser umrissen, so wird es uns sicher besser gelingen, auch die Einteilung der einzelnen Arten in eine oder andere der Gattungen — Untergattungen der Gazel­len durchzuführen. Bis aber diese — auf grosse Matériáién basierte — kritische Revision nicht durchgeführt werden kann, müssen wir uns mit der Feststellung abfinden, dass die Gazellen der eurasiatischen Hipparion-Fàunen — wenigstens zum grössten Teil — einer der generisch-subgenerischen Gruppen Procapra-Prodorcas- Trachelocele anzu­reihen sind, die alle drei bekanntlich Arten mit hornlosen Weibchen umfassen. So werden wir wohl am wenigsten fehlgehen, wenn wir unsere Gazellen aus den Hippa­riow-Faunen breiter als zu Procapra gehörig auffassen und enger in die von SCHLOSSER aufgestellte Kategorie Protetraceros einreihen. Diese Untergattung Protetraceros SCHLOSSER 1903 kann also innerhalb der Gattung Procapra HODGSON 1846 Gazellen mit brachyodontem Gebiss und hornlosen W T eibchen umfassen (Subgenotypus ; P. gaudryi SCHLOSSER 1903). Detailliertere Diagnose können wir von dieser Gruppe primitiver Gazellen im Augenblick nicht geben. Diagnose der (Unter)Art; Kleine Form mit schwach, aber gleichmässig geboge­nen, im Querschnitt fast kreisrunden, ziemlich weit von einander stehenden Horn­zapfen, brachyodonten Molaren, mit Basalpfeilern, labial kompliziert gebautem P 4 . Holotypus; Hornzapfen der rechten Seite (V. 64. 1030) in der Sammlung der Paläontologischen Abteilung des Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museums, Bu­dapest. Weiteres Untersuchungsmaterial (Paratypoiden) : Hornzapfen der linken Seite, Hornzapfen der rechten Seite mit angrenzenden Teilen des Schädeldaches, Spitze ab­gebrochen, iDer Artnaine sollte wohl stylodontis gewesen sein; eine Korrektur des unzweifelhaft durch Druck­fehler entstellten Namensfinden wir aber ni'-ld m der Arbeit von PAMIR und SAYAR (1933).

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