Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)

Kretzoi, M.: Die Hipparion-Fauna von Györszentmárton in NW-Ungarn

die kleine H. minus PAVLOV ( = matthewi ABEL) aus dimensionellen Gründen nicht, in Spiel kommen kann. Ausserdem sind auch die - übrigens auch aus chronologischen Gründen schwerlich in Betracht ziehbaren - jungpliozänen-altpleistozänen Arten Hipparion mori­turus KRETZOI, rocinantis HERNANDES — PACHECO, crusafonti VILLALTA und Perihipparion 1 crassum (GERVAIS) von grösseren Dimensionen und abweichender Zeichnung der Schmelz­leisten auszuschliessen. Alles übrige kann aber — theoretisch — bei der Bestimmung in Betracht kommen, was bei der grossen Zahl der Arten jeden Versuch einer näheren Unter­suchung vereitelt. Rhinocerotide gen. et sp. indet. Untersuchungsmaterial: Fragment eines oberen Molaren. Ausserdem wurde von GY. G. VID auch ein Unterkieferkörper angeführt und abgebildet, dessen Aufbewahrungsstelle, bzw. späteres Schicksal unbekannt ist. Das von ESZTERGÁLOS seinerzeit gesammelte Molarenfragment ist viel zu dürftig er­halten um daraus wenigstens auf die Grösse des Tieres schliessen zu können — geschweige auf feinere morphologische Details. Ebenso ist auch das Unterkieferstück, das VID (1918:314) ohne weitere Angaben und Dimensionen anführt, für unsere Zwecke praktisch unbrauchbar. Unter solchen Umständen kann über die systematische Stellung des hier angetroffenen Rhinocerotiden nichts weiter ausgesagt werden. Helladotherium duvernoyi GAUDRY I uliTsuchungsmaterial: Phal. I. dig. III. dext. (Proximale Hälfte). Dimensionen: Breite der Fazette: 48,8 mm, Tiefe 50,2 mm. Das von Gy örszentmárton vorliegende Material taugt bloss zur Feststellung, dass hier ein grosser Giraffide vorliegt, der also weder auf Palaeotragus, noch auf Bohlinia u. dgl. bezogen werden kann, sondern höchstwahrscheinlich einem Helladotherium anzuschreiben ist, wenngleich auch Samotherium nicht vollkommen von der Hand zu weisen ist. Der Umstand, dass letztere Gattung aus dem Karpatenbecken bis jetzt noch nicht nachgewiesen werden konnte, spricht auch für die Zuweisung zu Helladotherium, dessen Vorkommen bei Baltavár und Polgárdi sicher nachgewiesen werden konnte. Ein drittes Vorkommen, dasjenige von Hatvan ist dagegen - was die Bestimmung als Helladotherium anbelangt - fraglich. End­lich kann noch ein etwa 20 cm langes Schaftsück einel Metatarsale sin. eines Giraffiden von Hosszúpereszteg (Kom. Vas) erwähnt werden, das auf Grund seiner Querschnittform eher an Samotherium erinnert als an Helladotherium. Das Stück war zusammen mit einer sog. Unio ,,wetzleri"-Fauna, mit spärlichen Resten von Testudosv.,Hipparionsv. und Mollusken­arten einer jung-oberpannonischen Tiergemeinschaft gesammelt. Cervide, gen. et sp. indet. GY. G. VID erwähnt (1918:312) „Geweihbruchstücke von Capreolus lóczyi POHL." von dieser Fundstelle, die aber nicht mehr aufzufinden sind. Wenngleich diese Angabe zur Fest­stellung des Auftretens eines Cerviden an der Fundstelle auszureichen scheint, können wir daraus keine weitere Schlüsse ziehen, nachdem es sich hier ebenso um eine Cervavitus-Art gehandelt haben dürfte, wie um einen sog. „Procapreolus", evtl, sogar um die von VID ver­mutete Art lóczyi, wenn nicht um eine Cervocerus-Form, die in den ungarischen Hipparion­Faunen gleichfalls anzutreffen sind. Procapra (Protetraeeros) collispannoni n. sp. Vorbemerkungen ; Die Gazellen lassen sich nach unseren augenblicklichen Kennt­nissen (HALTENORTH, 1963, p. 107—113) auf 5 generisch-subgenerische Gruppen auf­teilen. Diese sind; »Nov. nom. für Parahipparion KRETZOI 1954 nec AMEGHIXO 1904.

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