Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)
Kretzoi, M.: Die Hipparion-Fauna von Györszentmárton in NW-Ungarn
Pliogulo gigas WOSNESENSKIJ 1937 (Von Grebeniki, SW.-Ukraine, SSSR), Hadrictis fricki PIA 1939 (Maxillaf ragment mit P 4-M>; Pannon von Wien, XII. Altmannsdorf, Österreich), Eomellivora hungarica altera KRETZOI 1942 (P 4 sin., Ob-3828, Ungar. Geol. Anstalt; Pannon von Csákvár, Ungarn), Eomellivora californica KRETZOI 1942 (P 4-M 4 ; Kern River-Pliozän), Perunium ursogulo ORLOV 1947 (Schädel mit Unterkieferrästen, No. 268 —269a —b, Geol. Inst. Ak. Wiss. Ukr. SSSR; Hipparion-Fauna. von Grebeniki, Tiraspolsches Distr., Moldauische Rep., SSSR), Eomellivora (Perunium) piveteaui OZANSOY 1957 (Sinap-Berge, N. von Yasiören, SW von Örencik ,Türkei; Unterpliozän?, „Mittleres Sinap" Von den hier angeführten Namen fällt bloss Pliogulo gigas aus technischen Gründen aus (als nicht legalisiertes Nomen nudum). Die übrigen 9 Taxonen entfallen auf zwei gut unterscheidbare Gruppen ; der ersten gehören die schlanken Formen des indischen Alt-Mittelpliozän (necrophila und tenebrarum), die als Sivamellivora der zweiten Gruppe massiv gebauter Formen (Eomellivora-Tyvus) gegenübergestellt werden dürfen. Was nun letztere Gruppe anbelangt, ist die scharfe Trennung der einzelnen hieher gestellten Taxonen praktisch nicht, oder nur sehr unsicher durchführbar. Natürlich kann nicht angenommen werden, dass auf ein so riesiges Gebiet wie das von Eomellivora bewohnte, von Californien bis Indien nach Südwesten und Pannonischem Becken im Westen, ein nicht weiter aufteilbares einheitliches Taxon gelebt haben soll. Ob aber diese Aufsplitterung auf Lokalformen bloss trinärtaxonomisch wertet werden kann, oder in Form von besonderen Arten zur Geltung gekommen sein musste, ist im Augenblick nicht zu entscheiden. Gewisse Anhaltspunkte lassen sich aber schon jetzt fixieren. Zur besseren Verständnis der feststellbaren Unterschiede geben wir eine Vergleichstabelle der wichtigsten Massangaben und ihrer Verhältniszahlen: Artname und Bezeichnung d.Exemplares P 3 P 4 P 3. P 4 Artname und Bezeichnung d.Exemplares Länge Breite % Länge Breite % Eomellivora orlovi n.sp. (Holotypus) 14,7 9,5 64,6 20,7 16,0 77,3 71,0 Eomellivora wimani (Holotypus-Ex. .) 14,2 10,1 71,1 21,6 15,1 67,5 65,7 Eomellivora wimani (Ex.2.)-hieher? 14,3 10,6 74,1 21,6 16,7 77,3 66,2 Hadrictis fricki (Holotypus) — — — 24,5 18,3 74,7 — Eomellivora hungarica altera (Holot.) 15,8 11,9 76,2 24,0 16,2 67,4 65,8 „Lutra rumana,, von Cimislia — — — 22,5 16,2 72,0 — Perunium ursog'.lo (Holotypus) 13,8 9,5 68,8 22,2 14,5 65,3 62,2 Die Grössenverhältnisse können mit den Angaben über die Kronenlänge von M 1 einiger Funde nachfolgend ergänzt werden : Eomellivora wimani: 24,5 mm, Eomellivora hungarica (Polgárdi): 25,1 mm, Eomellivora hungarica altera (Csákvár): 25,2 Eomellivora cf. wimani (Novo Emetovka) : 26,3 mm, Perunium ursogulo (Grebeniki): 23,8 mm, Eomellivora (?) necrophila: 22,6 mm, Eomellivora (?) tenebrarum; 20,4 und 21,9 mm. Aus dem Vergleich der Massangaben geht es klar hervor, dass es keine so grosse Grössenunterschiede zwischen den einzelnen Formen gegeben hat, die eine sichere