Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)
Mészáros, M., Kopek, G. ; Kecskeméti, T.: Entwurf der vergleichenden Untersuchung des siebenbürgischen and des bakonyer Eozän
Lebensdauer und weiter Verbreitung sind die besten Leitfossilien einzelner Horizonte. Diese sind bei der Nah- und Fernkorrelation unentbehrlich und bilden deswegen die sichersten Grundlagen der eozänen Stratigraphie. Ihr grosser Vorteil ist dabei jene Tatsache, dass sie einigermassen sogar von der Fazies unabhängig sind. Mit ihrer Hilfe können demzufolge so die Rand-, wie die Beckenablagerungen gut horizontiert werden, da die selbe Art in den verschiedenen ökologischen Regionen aufzufinden ist, höchstens mit jener Differenz, dass in der Becken-Fazies meist die Generation A, in der Randregion die Form B in grösserer Zahl auftritt, was den leitenden Wert der betreffenden Arten in beiden Entwicklungsgebieten sichert. Unter diesen Formen sind viele in Siebenbürgen und im Bakony gemeinsame stratigraphisch leitende Arten. So sind in beiden Gebieten TV. laevigatus auf das untere, N. perforatus, TV. striatus und TV. variolarius auf das obere Lutet, sowie TV. fabianii auf das obere Eozän bezeichnend. Die stratigraphische Verbreitung dieser Arten in Europa in Betracht ziehend, erweisen sie sich als die sicheren Grundlagen der Parallelisierung der einzelnen Zonen. Es kann auf Grund der Nummuliten-Fauna im allgemeinen bereits behauptet werden — obzwar ihre Bearbeitung auf breiter Grundlage noch im Gange ist — dass die diesbezügliche Fauna des Bakonys reicher und mannigfaltiger ist, als diejenige des Siebenbürgischen Beckens. Falls wir bloss die Zahl der vorgefundenen Arten berücksichtigen, ist es schon auffallend, dass aus dem Bakony bis jetzt etwa zweimal so viele Nummulitenarten nachgewiesen werden konnten, als im Transsylvanischen Becken. (Es scheint wahrscheinlich zu sein, dass die während weiterer Bearbeitung beschriebenen neuen Arten diese Verhältnisse nicht bedeutend verändern werden.) Die Differenz zwischen den zwei Gebieten ist aber noch auffallender, wenn wir die Zusammensetzung des Faunenbildes in Betracht ziehen. Während im Bakony die Tendenz zur Art-, Unterart- bzw. Varietätsbildung bedeutend ist, — was aus der Vielseitigkeit der von den paläogeographischen Umständen des Inselmeeres abhängigen ökologischen Umweltfaktoren hervorgeht — sind die Sedimentationsverhältnisse im Siebenbürgischen Becken eintöniger, ausgeglichener und lieferten demzufolge viel ständigere Bedingungen für die Artentstehung der Nummuliten, was gleichzeitig homogenere Faunenbilder ergeben hatte. Im Bakony kennen wir ausser den grundlegenden, stratigraphisch leitenden Formen eine ganze Reihe solcher Arten, die nur für eine oder nur einige Becken kennzeichnend sind, während im Siebenbürgischen Becken diese „Begleitelemente" des Faunenbildes selten sind. Sehr interessante Beobachtungen können bezüglich des Vorkommens der Grossforaminiferen in den zwei Gebieten angestellt werden. Im Bakony sind in gewissen Lagen die Arten TV. millecaput, N. brongniarti und TV. puschi nicht selten in 4—6 cm erreichenden Exemplaren weit verbreitet, wobei diese im Siebenbürgischen Becken nur durch die oft ungewöhnliche Grösse erreichenden Individuen von TV. perforatus (4—5 cm) kompensiert werden. Die übrigen Grossforaminiferen betrachtend, werden in der Literatur aus beiden Gebieten Assilinen, Operculinen, Discocycliniden, Alveolinen und Orbitoliten erwähnt. Im Bakony schliessen sich zu diesen Formen die ziemlich häufigen Operculinoiden an der Basis des Ober-Eozäns an. Die Bolle der soeben erwähnten Formen ist jedoch im Bakony und im Transsylvanischen Becken nicht äquivalent. Im Bakony sind sie in der Ausbildung des Faunenbildes bedeutend, einige von ihnen vertreten wichtige stratigraphische Leitfor8 Természettudományi Múzeum Ëvk. 1965.