Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)
Mészáros, M., Kopek, G. ; Kecskeméti, T.: Entwurf der vergleichenden Untersuchung des siebenbürgischen and des bakonyer Eozän
men (z. B. Assilina spira, Alveolina elongata), oder sie liefern wertvolle Daten bezüglich der Klärung der einstigen ökologischen Verhältnisse. Im Siebenbürgischen Bekken spielen gegenüber den Nummuliten nur die Alveolinen eine bedeutendere Rolle. Die Darlegung dieser Tatsachen liegt in den vorher schon erörterten jedoch in ihren Einzelheiten aufzuklärenden paläogeographischen, ökologischen, weiters mit diesen verknüpften Faunenmigrations-Problemen. Was die Molluskenfaunen anbelangt, fällt die grosse Zahl der endemischen Formen im Eozän des Bakonys gleich in die Augen, die Mehrzahl derselben stammt jedoch von brackischen Arten. Aus der Molluskenfauna des Meeres von normalem Salzgehalt können wir bis jetzt noch wenige Konklusionen ziehen, da die Bearbeitung der diesbezüglichen Fauna des Bakonys noch im Gange ist. Soviel kann jedoch schon jetzt gesagt werden, dass die aus dem Ober-Lutet des Gebietes des Bakony-Gebirges bekannte Molluskenfauna in 60% auch im Siebenbürgischen Becken auffindbar ist. Diese Fauna besteht dabei grösstenteils von Arten, die in geographischer Hinsicht weitverbreitet sind. Die Ursache der Entstehung der vielen endemischen Formen dürfte auch hier in den speziellen Verhältnissen des Eozäns des Bakonys — vom Charakter eines Inselmeeres — gesucht werden. Der in Einzelheiten eingehende Vergleich der Molluskenfaunen der zwei Gebiete soll in einer späteren Arbeit stattfinden. Eine Ähnlichkeit lässt sich auch in den Fossilisationsvorgängen der zwei Gebiete erkennen. Die marinen Mollusken finden sich in Transsylvanien ebenso, wie im Bakony in Form von Steinkernen. Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten im Klima Die klimatischen Verhältnisse der zwei Gebiete vor Augen haltend können wesentliche Abweichungen behauptet werden. Auf dem Gebiete des Transdanubischen Mittelgebirges befand sich im Eozän eine ausgedehnte Braunkohlenbildung, die für ein warmes und niederschlagsreiches Klima spricht. Im Transsylvanischen Becken zeigen sich dagegen so an der Basis der oberlutetischen marinen Serie, wie an der Basis des oberen Eozäns bedeutende Gypsbänke (Zone der unteren und oberen Gypsbänke). Die Mächtigkeit derselben erreicht lokal sogar das 30—40 m. Diese Bänke weisen auf ein warmes und arides Klima hin. Das Siebenbürgische Becken könnte auf Grund seiner paläogeographischen Lage ebenso wie das Pariser Becken, nicht zu einer grossen zusammenhängenden ariden klimatischen Zone gehören, das trockene Klima dürfte nur lokalen Charakters sein. Das kann auch dadurch bewiesen werden, dass in diesem Gebiet nach allen Richtungen von der Gypszone in der oberlutetischen Zeitspanne Braunkohlen- und Bauxitbildung stattgefunden hatte. Die sich in der Umgebung von Morlaca und Näpradea — Meses erstreckende braunkohlenführende Zone wurde an der Basis der „oberen bunten Serie" unter limnischen Umständen abgelagert, Das Resultat der lokalen klimatischen Verschiedenheiten ist auch jene Tatsache, dass die Ablagerungen der bunten Serien in Siebenbürgen stark oxidiert erscheinen, wogegen der grösste Teil der sog. „bunten Tone" im Bakony-Gebirge wegen dem reicheren Humusgehalt eher grau, lila bis grün sind. Es dürfte angenommen werden, dass das Festland des Westlichen Hochgebirges den Weg der niederschlagsreichen Luftmassen versperrt hatte. Die klimatischen Umstände änderten sich auch im Siebenbürgischen Becken in der oligozänen Zeitspanne. Die die Gypsbildung hervorrufenden klimatischen Umstände traten zurück und die Verhältnisse wurden der Braunkohlenflözbildung gün-