Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)

Mészáros, M., Kopek, G. ; Kecskeméti, T.: Entwurf der vergleichenden Untersuchung des siebenbürgischen and des bakonyer Eozän

entlang der einst steilen Kalkufern reine, meist weisse, fossilarme mezozoischen Kalken ähnelnde Gesteine, anderswo, hauptsächlich in der Umgebung von Fluss­mündungen sind die Ablagerungen Pelite, Psammite und nur seltener tonige, bzw. sandige Kalke. Im Eozän des Bakonys spielen, besonders in der lutetischen Stufe die schotterigen Ablagerungen, entweder in Form eines reinen unverfestigten Schot­ters, oder eines kalkigen Konglomerates, oder eines schotterigen Kalkes (in oszilla­tiven Schichtserien) eine bedeutende Bolle. Im Siebenbürgischen Becken finden wir reine Kalksteine in grosser Ausdehnung nur im nördlichen Teil, wo das Gebiet im oberen Eozän in küsten ferner Position zur Entstehung von Riff kalken (Korallen bzw. Lithothamnienkalken) geeignet war (ober-eozäne Kalke von Jibou). Im Falle wir im Bakony und allgemein auf dem Gebiete des Transdanubischen Mittelgebirges die Charakterzüge und die Umstände der Entstehung der Ablage­rungen untersuchen, können wir — verglichen mit der Schichtserie des Eozäns des Siebenbürgischen Beckens — als gemeinsame Züge das epikontinentale Gepräge behaupten. Beide Gebiete gehören zum selben Teil der inneren Übergangszone (Epikontinentale Zone innerhalb der Flysch-Zone) und greifen übereinander. In der neritischen Zone von epikontinentalem Gepräge verursacht schon eine mindere senkrechte Schwankung des Untergrundes im Verlauf der Sedimentation und im Charakter der Sedimente eine bedeutende Änderung. Im Falle wir die räumliche Stabilität der Sedimentationszonen vor Augen hal­ten, können zwischen den zwei Gebieten bedeutende Verschiedenheiten festgestellt werden und diese Abweichungen können wir mit paläogeographischen Tatsachen erklären. Aus dem Gesichtspunkte der Sedimentbildung war das Siebenbürgische Becken durchaus vom Becken-Charakter, die Umstände im Bakony waren dagegen diejenigen eines Inselmeeres. Demzufolge sind im Siebenbürgischen Becken die stra­tigraphischen Zonen auch faziologisch konstanter und die kennzeichnenden Gesteins­typen können in grosser Ausdehnung und mit allmählichen Übergängen verbunden nachgewiesen werden. Dem gegegenüber sind im Bakony die schnellen Faziesver­änderungen im eng umgrenzten Gebiet den aus dem Eozänen Aleer herausragenden Inseln entsprechend. Ein wichtiger Charakterzug ist dabei die Häufigkeit der loka­len Diskordanzen zwischen den Zonen desselben Komplexes. Im Falle wir die kennzeichnenden Gesteine oder Minerale untersuchen, kann behauptet werden, dass im Siebenbürgischen Becken der reiche Glaukonit-Gehalt der sich im Liegenden der Nummulites perforatus-Zone befindenden Schichten mit Gryphaea esterházyi, charakteristisch zu sein scheint (Lona, Giläu, Cäpusul-Mare, Ortelec). Zwischen Cäpusul-Mare und Giläu enthält dagegen diese Zone schon Ein­lagerungen mit limonitführenden Oolithenlagern. In der Umgebung von Sävädisla lagert im Hangenden der „molluskenführenden Mergel und Kalke" unmittelbar ein neues limonitführendes Oolithenlager. Im Bakony konzentriert sich der Glaukonit im obersten Teil der lutetischen Schichtreihe. Die eozäne Entwicklungsgeschichte, die stratigraphische Reihenfolge, sowie die verschiedenen Phasen der Sedimentation werden durch die beiliegende stratigra­phische Tabelle anschaulich gemacht (siehe Tabelle). Paläontologische Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten Im Vergleich der Faunen der zwei Gebiete spielen die Grossforaminiferen die bedeutendste Rolle. Unter diesen haben die Nummuliten eine besondere Bedeutung. Die sich aus einander in relativ schnellem Tempo entwickelnden Arten mit kurzer

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