Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)

Kopek, G. ; Kecskeméti, T.: Oberlutetische Transgression im nordöstlichen Bakony-Gebirge

vorkommen. Dieser Charakterzug scheint gesetzmässig zu sein, in allen Proben der im ganzen Gebiet des Bakonys bearbeiteten, mehr als 30 Bohrungen. 3. Das dritte Problem dürfte jene Tatsache sein, dass zwischen den mit „biar­ritzer "-Arten gekennzeichneten Schichten und den Ablagerungen des oberen Eo­zäns (die letzten können die Mächtigkeit von 2 — 300 m erreichen) ein etwa 50— 60 m starker Komplex eingeschaltet wird, der im nordöstlichen Bakony-Gebirge mit N. mil­lecaput, N. striatus, N. garnieri, N. cf. incrassatus, N. variolar ins und Discocycliniden­Arten, im südwestlichen Bakony mit N. striatus, N. millecaput, Ass. exponens und den Discocycliniden charakterisiert werden kann. In diesen Schichten findet sich keine ein­zige Grossforaminiferen-Art, auf Grund derjenigen wir diese Schichtserie ohne Beden­ken dem oberen Eozän zuschreiben könnten, im Falle wir jedoch die „biarritzer Stufe" annahmen, so sind wir dazu gedrängt diese Schichten zwischen die „biarritzer Stufe" und das obere Eozän einzufügen. Wir denken, dass wir mit diesem Verfahren der schon ohnehin verwirrten Stratigraphie des Eozäns nicht den besten Dienst erweisen würden, und deswegen nehmen wir den Standpunkt ein, dass der hier beschriebene und charakterisierte Schichtkomplex in seinem ganzen Umfange ins obere Uutet zu stellen ist. Im weiteren beabsichtigen wir uns mit der Abgrenzung unserer Schichtreiche zu befassen. Die Abgrenzung nach unten ist leichter, als nach oben, die untere Grenze er­gibt sich ohnehin aus der Diskordanzoberfläche der „intralutetischen Denudation". Die Ermittlung dieser Grenze, hauptsächlich in regionalem Sinne ist nicht überall leicht, deren paläogeographische Festlegung ist dabei grösstenteil die Aufgabe der Zu­kunft, Gegenüber dem oberen Eozän ist die Abgrenzung noch problematisch, zwecks ei­ner Lösung dieser Frage soll noch die lokale Differenzialdiagnose des oberlutetischen und obereozänen Faunenbildes vollendet werden. Trotzdem dürften an jenen Stellen (z. B. Baiinka), wo die Sedimentation zwischen den oberlutetischen und obereozänen Ablagerungen kontinuierlich zu sein scheint einige, die Trennung unterstützende Da­ten vorgeführt werden. Auf den oberlutetischen Teil der Grenzzone ist das letzte Auf­treten von N. millecaput und Tuhulostium spirulaeum kennzeichnend, wobei festgelegt werden soll, dass diese Arten aus dem obereozänen Abschnitt der genannten Zone völ­lig fehlen. Die Operculinen und Operculinellen-Arten sind im Oberlutet noch selten, sie vermehren sich aber bedeutend im oberen Eozän und dasselbe bezieht sich auch auf die Lithothamnien-Arten. Petrographisch kann auf die oberlutetische Serie der Grenze ein bedeutender Glaukonit-Anteil, auf das obere Eozän dabei das Abnehmen des Glaukonits, die Anreicherung des Tuffgehaltes, sowie die schotterigen Konglome­rat-Zwischenlagerungen als charakteristisch bezeichnet werden. Die im Bakony-Gebirge erkannte mittel-lutetische Erhebung und die darauf fol­gende Transgression, wenn auch nicht überall mit gleicher Intensität, hatte sicherlich ihre Auswirkungen sowohl im Vértes-Gebirge, wie im Doroger Becken, oder im Budaer Gebirge. Es dürfte angenommen werden, dass die Braunkohlenkomplexe der genannten Gebiete, wo zwischen den Braunkohlenflözen und der oberen Schichtreihe eine konti­nuierliche Sedimentation beobachtet werden kann, weiter dort, wo im unmittelbaren marinen Hangenden eine der charakteristischen oberlutetischen Grossforaminiferen vorzufinden sind, mit denjenigen des Bakony-Gebirges gleichaltrig sind. Von diesem Gesichtspunkt sollen die Braunkohlengebiete von Gánt, Mór-Antal­hegy, Ostrand des Gebietes von Pusztavám-Oroszlány untersucht werden, aus deren unmittelbaren Hangendem H. TAEGER (1908) und K. TELEGDI ROTH (1924,1935) die Arten N . striatus, N. perforatus, N. brongniarti, und N. millecaput erwähnen und

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