Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Báldi, T.: Die oberoligozäne Molluskenfauna von Törökbálint
88 T. BÁLDI Drepanocheilus speciosiis murgerini DE KON.— G ORGES (1952, p. 81). Drepanocheilus speciosus digitatus T. — ROTH— SENES (1958, p. 143). Arrhoges speeiosa SCHLOTH.— ALBRECHT & VALK (1943, p. 50, T. 1, fig. 24—25). Aporrhais speciosa SCHOLTH.— SPEYER (1864, p. 166, T. 31, fig. 1—5), KOENEN (1867, p. 66), WOLFF (1897, p. 272, T. 26, fig. 1—2), HÖLZL (1958, p. 204), HÖLZL (1962. p. 148). Aporrhais speciosa megcipolitana BEYR. — HÖLZL (1958, p. 205, T. 18, fig. 15), ? HÖLZL (1962, p. 149). Aporrhais speciosa digitata T. — R OTH — H ÖLZL (1962, p. 149). Chenopus speciosus SCHLOTH. —SANDBERGER (1863, p. 188, T. 10, fig. 9; T. 20, fig. 5), KAUTSKY (1925, p. 85). Chenopus speciosus var. digitata —T. — R OTH (1914, p. 31, T. 4, fig. 7—8). Chenopus speciosus var. megapolitana BEYR. —T. — R OTH (1914, p. 30, T. 4, fig. 16—17). Chenopus speciosus var. Margerini DE KON.— SORGENFREI (1940, p. 105, T. 5, fig. 12). M a t e r i a 1: 3 (T 1). 7 (T 2), 6 (S), 1 (HN). Bemerkungen: Nach GLIBERT (1957) ist D. speciosus s. str. ( = D. s. megapolitanus [BEYRICH. 1854]) klein, am letzten Umgang mit 3 Knotenreihen; der Flügel schliesst sich der 2. oder 3. Windung vor dem letzten Umgang an, die Digitation ist sehr schwach, das Rostrum kurz. D. s. margerini (DE KÖNINCK, 1837) ist dagegen gross, die Knotenreihen des letzten Umganges laufen in einen Kiel zusammen, der Flügel schliesst sich 3—5 Umgängen an, sein adapikaler Teil ist tief ausgeschnitten und vom abaxialen Teil geht ein langer Finger aus, das Rostrum ist lang. Beim D. s. digitatus (TELEGDI — ROTH, 1914) gehen vom Flügel abaxial schief sowohl nach oben wie auch nach unten je ein langer Finger aus. Bei den Exemplaren von Törökbálint ist der Flügel meistens abgebrochen. Nur an 2 Exemplaren konnte ein verhältnismässig grösseres Stück des Flügels beobachtet werden. Von diesen dürfte das eine zu der Unterart D. s. digitatus, das andere zu D. s. margerini gehören. Ob unter den übrigen vorletzten Exemplaren auch die Stammform vertreten ist, konnte nicht entschieden werden. Verbreitung: Paratethys: Mitteloligozän (Oberbayern. S-Sowjetunion), Oberoligozän (Eger. Kovácov, S-Slowakei, österreichische Molasse, Oberbayern), Untermiozän (Oberbayern, S-Slowakei). Xordseebecken: Vom Mitteloligozän bis zum Mittelmiozän allgemein verbreitet. Stromhopugnellus digitolabrum KOCH, 1911 (T. V. fig. 8.) StrombopugneIlus digitolabrum — KOCH (1911, p. 549, T. 3, fig. 2), WENZ (1940, p. 914, Text fig. 2688). ' Material: 1 (S). B e m erkungen: Von dieser ausserordentlich seltenen und interessanten grossen Schneckenart, die von WENZ (1940) in die Familie Aporrhaidae gestellt wird, fand ich neben dem von KOCH (1911) beschriebenen Ilolotvp, in der Sammlung von R. STREDA. auch ein zweites Exemplar vor. Wie beim Holotypus, fehlt auch hier der Apex. Auch der letzte Umgang ist verletzt, die Aussenlippe sowie der Flügel fehlen. An den erhalten gebliebenen 4 Umgängen sind etwas schiefe, schwach gebogene stark entwickelte axiale Bippen zu beobachten und zwar an jedem Umgang 14. Eine spirale Skulptur ist nicht vorhanden. Anstelle der axialen Rippen ist am letzten Umgang nur eine ausserordentlich stark entwickelte, aus groben Knoten bestehende spirale Knoten-