Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Báldi, T.: Die oberoligozäne Molluskenfauna von Törökbálint

DIE OBEROLIGOZ ÄNE MOLLUSKENFAUNA VON TÖRÖKBÁLINT 87 reihe vorhanden. Die Innenlippe besitzt einen sehr starken Callus. Auch die Ansatzstelle des Flügels, die bis zum 4. Umgang hinauf reicht, ist genau zu sehen. Im ganzen genommen scheint diese Form eine riesige, stark kailöse Verwandte der Art Drepanocheilus speciosus margerini (DE KÖNINCK, 1837) zu sein, wie darauf auch schon von KOCH (1911) hingewiesen worden ist. In der Grösse, der Grobheit und Abweichung der Skulptur sowie im Callus erscheinen aber so grosse Unterschiede, dass auch eine generische Abtrennung berechtigt erscheint. Dieses wird übrigens auch durch die Tatsache untersützt, dass in Tö­rökbálint keine Übergänge zwischen A. speciosus margerini und S. digitolabrum zu finden sind. Verbreit u n g: Die Art und auch die von KOCH beschriebene Gattung ist bis jetzt insgesamt in 2 Exemplaren von Törökbálint bekannt. Globularia ovata n. sp. (T. V, fig 13—14.) Ampullina (Cernina ) compressa BAST. —T. ROTH (1914, p. 27, T. 3, fig. 14—15, non BASTEROT). Diagnose: Das Gehäuse ist oval, abgerundet, mässig gross mit einer sehr niedrigen, sich kaum erhebenden Spira die insgesamt aus 3 Umgängen besteht. Der letzte Umgang ist aufgeblasen und sehr gross. Umbo ist nicht vorhanden, er wird vollkommen von einer Inductura bedeckt, die über die Innenlippe ragt und besonders am abapikalen Teil des letzten Umganges sich weit ausbuchtet. Abgesehen von den Wachstumslinien ist das Gehäuse voll­kommen glatt. Locus typ icus: Törökbálint, T 1. Stratum t y p i c u m : Oberoligozän. Derivatio nominis: Nach der ovalen Form. Material: Holotypus: (T V, fig. 14.) Geo-Paläontologische Abteilung des Naturhistorischen Museums, Inv. Nr.: M 62/9365. Paratypus: (T V, fig. 13), Inv. Nr.: M 62/9366. Topohyle: 3 (T 1). Autohyle: Eger (1 Exemplar). Masse: Das Verhältnis Höhe: Breite ist ziemlich variabel. Masse des Holo­typus: Höhe = 33,6 mm (davon die des letzten Umganges = 31,7 mm); Brei­te = 33 mm (Aussenlippe verletzt). Paratypus: Höhe = 30.8 mm, Breite = 28,8 mm. Bemerkungen: Von G. compressa (BASTEROT, 1825) unterscheidet sich die neue Art durch ihre bedeutend niedrigere Spira. den breiteren letzten Umgang und die abweichende Gestalt der Mündung. Die Exemplare von Török­bálint sind mit der Form von Eger vollkommen identisch. G. telegdirothi (GÁBOR, 1936) besitzt einen offenen Nabel und eine höhere Spira, sodass die beiden Arten nicht identisch sein können. Verbreitun g: Paratethys: Ausser Törökbálint bis jetzt nur aus Eger bekannt. Eine seltene, endemische Art. Xatica tigrina DEFRANCE, 1825 (T. V, fig. 12.) Katica millepunctuta LA M.- HÖRN ES (1856, p. 518 [partim], T. 47, tantum fig. 1). WOLFF (1897, p. 2(>4, T. 25, fig. 14), SCHAFFER (1910, p. 1(>5, T. 54, fig. 5—7),'? SENE§ (1958, p. 147), HÖLZL (1958, p. 210, T. 19, fig. 4). Xatica tigrina DEFR.— COSSMANN & PEYROT (1917—18, 70, p. 190, T. 11, fig. 1, 9—10), GLIBERT (1952, p. 74 [partim], T. 5, fig. tantum 13 a), ANDERSON <1960, p. 90, T. 4, fig. 1)-

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