Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Báldi, T.: Die oberoligozäne Molluskenfauna von Törökbálint
84 T. BÁLDI Verbreitung: Paratethijs: Mitteloligozän (Oberbayern), Oberoligozän (allgemein verbreitet). Nordseebecken: Mittel- und Oberoligozän. Eine oligozäneboreale \rt. Dentalium fissura LAMARCK, 1818 (T. VII, fig. 12.) Dentalium fissura Lam. KOENEN (1867, p. 120), SPEYER (1870, p. 201, T. 21, fig. 12—13), GORGES (1952, p. 118), ANDERSON (1958, p. 279), HÖLZL (1962, p. 132). Dentalium sandbergeri BOSQ. —SANDBERGER (1863, p. 183, T. 14, fig. 5),? WOLFF (1897, p. 261, T. 25, fig. 3). Material : Sehr häufig im Fundort T 2. Bemerkungen : Gegenüber der Art Fustiaria jani (HÖRNES, 1856) ist die Form von Törökbálint in einem stärkeren Bogen ausgebildet, die Schale vollkommen glatt, ohne jede Spur von konzentrischen Ringen. Viel schwerer ist es. unsere Form von D.vitreum SCHRÖTER, 1784 zu unterscheiden. Ein Flauptunterschied scheint zu sein, dass der Durchmesser von D. uitreuni im Gegensatz zu der Länge grösser ist und schneller zunimmt als bei D. fissura. Wie auch schon SPEYER (1870) betonte, ist diese Form nicht mit Ditrupa cornea (I INNAEUS, 1767) zu verwechseln, welche zu den Anneliden gehört, wie das von HÖRNES (1856) getan wurde, der D. strangulatum (PHILIPPI, 1843) ( = D. fissura) als eine Synonyme von ,,Dentalium " corneum betrachtete. Die Exemplare von Törökbálint geh er en wegen der glatten und glänzenden Schale, der Form der vorderen Öffnung und, soweit es zu beobachten war, der Schalenstruktur nicht zu den Ditrupen. Verbreitung: Paratethijs: Mitteloligozän (S-Sowjetunion), Oberoligozän (Oberbayern). Nordseebecken: Vom Eozän bis zum Ende des Oligozäns. Classis: GASTROPODA Turritella (Haustator) venus D'ORBIGNY, 1852 s. str. (T. V, fig. 1 —3.) Turritella venus ORB . s. str. COSSMANN & PEYROT (1921, 73, p. 31, T. 2, fig. 31—32), ANIC (1952, p. 37, T. 9, fig. 10—11), SENES (1958, p. 130, T. 21, fig. 263—268), HÖLZL (1962, p. 139, T. 8, fig. 11—12). Turritella sandbergeri MAY. — WOLFF (1897, p. 266, T. 25, fig. 24), BÖCKH (1899, p. 30, T. 9, fig. 8). M a t er i a 1 : 36 (T 1), 23 (T 2). häufig in den Fundorten T 15 und T 23, 13 (S), 45 (W), 70 erwachsene und 18 juvenile Exemplare (HN). Bemerkungen : COSSMANN & PEYROT (1921) wiesen das erste Mal auf die Identität von T. venus und T. sandbergeri MAYER. 1866 hin. An den Anfangs Windungen der Fxemplare von Törökbálint befinden sich 3 Hauotrippen, im Laufe des Wachstums werden aber die Nebenrippen zwischen den Hauptrippen so stark, dass an den jüngeren Umgängen bereits 6—7 gleich stark entwickelte Rippen zu sehen sind, während zwischen ihnen sehr schwache Spirallinien liegen. Wie wir darauf schon hingewiesen haben ( BÁLDI [ in BÄLDI, KECSKEMÉTI et al., 1961]), bleiben bei der Unterart T . venus margarethae GAÁL, 1937—38 (Eger, Novaj, Balassagyarmat) auch an den jüngeren Umgängen die 3—4 stärkeren Hauptrippen erhalten. Demnach sind die Exemplare von Törökbálint mit der Stammform identisch, wie ich mich davon auch auf Grund eines Vergleichsmaterials aus dem aquitanischen Becken überzeugen konnte. T. geinitzi (SPEYER, 1866) ist kleiner und schlanker, die Skulptur der Anfangswindungen stimmt aber vollkommen mit der der Exemplare von Törökbálint überein.