Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Báldi, T.: Die oberoligozäne Molluskenfauna von Törökbálint
82 T. BÁLDI einen tiefen Graben vom schwach entwickelten A III getrennt wird. Unmittelbar hinter ihnen, nebeneinander und miteinander parallel liegen die Kardinalzähne 3a und 1 und fast rechtswinklig zu diesen der lange, schmale 3b. Bemerkungen : GLIBERT (1957) zieht diese Form mit D. cyprinaeformis (LIENENKLAUS, 1891) zusammen. Die Exemplare von Törökbálint stimmen vollkommen mit dem Vergleichsmaterial vom Niederrhein überein (T. IV, fig. 8). V e rb reit u n g : Paratethys : Mitteloligozän (S-Sowjetunion). Oberoligozän (bis jetzt nur von Törökbálint). Nordseebecken : Vom Unteroligozän bis zum Ende des Oligozäns. Auch die Gattung Dosiniopsis CONRAD. 1864 überschreitet nicht die obere Grenze des Paläogens (KOROBKOV [1954]). Psammobia angusta PHILIPPI. 1843 (T. IV, fig. 5.) Psammobia angusta PHIL.— SPEYER & KOENEN (1884, T. 4, fig. 16—19; T. 5, fig. 1—2), YENZO (1937, p. 81, T. 4, fig. 20—21), GORGES (1952, p. 49. T. 1, fig. 23—24), SENES (1958. p. 107), IIOLZL (1962, p. 101. T. 6, fig. 5—(5). Sanguinolaria angusta PHIL. —GLIBERT (1957, p. 41, T. 3, fig. 17). Materi a 1 : 3 (T 1). 1 (T 2), 3 (S) und mehrere zweifelhafte Exemplare. Verbreitung : Paratethys : Mitteloligozän (Oberbayern), Oberoligozän (Kovácov, Oberbayern). Nordseebecken : Oberoligozän. Becken des Mittelländischen Meeres: Tongriano und Schio-Schiehten. Angulus (Peronidia) nysti subfallax n. subsp. (T. IV, fig. 9—12.) Diagnose : Yon A. nysti (DESH.\YES, 1860) s. str. unterscheidet sie sich darin, dass sie in der Längsrichtung mehr verlängert und der Wirbel asymmetrischer etwas nach hinten verschoben ist. Locus t y p i c u s : Törökbálint, T 2. Stratum t y p i c u m. Oberoligozän. D e r i v a t i o n o m i n i s : Wegen der Ähnlichkeit mit A. fallax (LEHMANN , 1893). Material : Holotypus: Eine rechte Klappe (T. IV, fig. 12), Geo-Paläontologische Abteilung Naturhistorischen Museums. Inv.-Nr. : M 62/9346. Paratypen: (T IV, fig. 9-11), Inv.-Nr.: M 62/9347 und M 62/9353. Topohyle: 3 (T 1), 11 (T 2). 11 (S), 2 (IIN). Bemerkungen : Wie aus der Diagnose hervorgeht, unterscheidet sich die Unterart von A. nysti s. str. in solchen Merkmalen, die auf einen Übergang zu A. fallax hinweisen. Sie konnte doch nicht mit dieser Art identifiziert werden, da sie noch mehr verlängert und kleiner ist, ausserdem der hintere Dorsalrand weniger steil abfällt. Manche Exemplare von Törökbálint stehen A. nysti s. str. sehr nahe, besonders die von HÖLZL (1958, 1962) aus dem oberbayerischen Chatt und Burdigal beschrieben worden sind. Sie weichen auch ein wenig vom typischen A. nysti ab. Andere Exemplare stehen dem unter dem Namen A. n. reguláris SENES, 1958 und A. n. pseudofallax HÖLZL. 1958 beshriebenen Varietäten sehr nahe, obwohl der grösste Teil der Exemplare nicht vollkommen mit diesen Varietäten übereinstimmt. Verbreitung : A. nysti s. 1. ist in der Paratethys vom Mitteloligozän bis zum Ende des Untermiozäns allgemein verbreitet. Nordseebecken: Mittelund Oberoligozän, im letzteren allgemein verbreitet. Die von dieser abstammende Form A. fallax ist im borealen Miozän und Pliozän häufig.