Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Nyírő, M. R.: Beiträge zur Foraminiferen-Fauna der Oligozän-Schichten von Törökbálint

64 R. NYÍRŐ Die Schichten sind an Foraminiferen ziemlich reich. Sie enthalten gemäss der bisherigen Untersuchungen 62 Arten, die sämtlich mit grösseren Exemp­larzahlen vertreten sind. Die Foraminiferen sind gut erhalten. Abwetzungen und Durchkristallisierungen sind nur an einzelnen Exemplaren sichtbar, wobei diese zum grössten Teil mit Pirit ausgefüllt sind. Die Foraminiferen-Fauna besteht fast ausschliesslich aus benthonischen Arten, wobei die Cibicides Gattung der Anomalinidae vorherrscht und unter ihnen die Cibicides dutemplei am häufigs­ten vorkommt. Ausser den Cibiciden sind sowohl hinsichtlich der Arten — als auch der Individuenzahl die Formen der Familie Lagenidae häufig zu finden. Auf die rupelische Stufe weisen Clavulinoides szabói, Clavulinoides havanensis, Cyclammina placenta, die verhältnissmässig grosse Artenzahl der Gattung Yulvulina und die Anwesenheit von Cibicides propinquus hin. Buliminen-Schichten. Die Schichten bestehen aus hellgrauem Ton Molluskenschalenfragmenten und piritisierten Pflanzenüberresten. Den grössten Teil des Schlämmrückstandes bilden die Foraminiferen. Diese sind im allgemeinen von ziemlich kleiner Gestalt. Die Kammern vieler Gehäuse sind mit Pirit ausgefüllt. Die beiden Arten der Buliminidae, und zwar die Bulimina elongata und Bulimina pupoides kommen in grossen Mengen vor. Die Gattung Cibicides ist sehr häufig, und die Lagenidae sind auch mit einer ziemlich grossen Artenzahl vertreten, wobei unter letzteren auch viele grossgewachsene Formen vorgefun­den werden können. Die Foraminiferen-Fauna ist für Rüpel charakteristisch, w ras auch durch die Anwesenheit von Cyclammina placenta, Amphicoryne tunicata, Marginulina minima und Uvigerina farinosa bestätigt wird. Durch die grosse Anzahl der Formen der Gattung Cibicides und die geringe Anzahl der planktonischen Formen ist der Gemeinschaft der der Cibicides ähnlich, unterscheidet sich jedoch durch dem massenhaften Auftritt der Buliminen von dieser. G 1 o b igerinen-Schichten. Diese bestehen aus gelblichgrauem Ton. Der grösste des Schlämmrückstandes besteht aus Globigerina bulloides, wobei neben den Foraminiferen Quarzkörnchen und grössere Gipskristalle vor­kommen, jedoch Piritkörner kaum zu finden sind. Der Grossteil der Foraminiferengehäuse ist klein. Ausser den plankton­ischen. Arten sind die Lagenidae häufig. Hinsichtlich der Artenzahl ist diese Faunengemeinschaft ärmer als die vorgehende, hinsichtlich der Individuenzahl hingegen reicher. Das massenhafte Auftreten der Globigerinen und die Häufig­keit der Uvigerina pygmaea sticht scharf von den beiden vorgehenden Schichten ab. Die Einreihung der Zone in das Rüpel wird auch durch die Anwesenheit der Arten Clavulinoides szabói und Clavulinoides havanensis begründet. G y r o i d inen-Schichten. Diese bilden den oberen Schichten­komplex der Tongrube der Ziegelei und bestehen aus grünlich-gelbem Ton. Ihre Mikrofauna ist im Vergleich zu den vorgehend erwähnten Globigerinen­Schichten an Individuen ärmer. Die Foraminiferen sind gut erhalten. Eine der häufigsten Arten ist die Gyroidina soldanii. Globigerina bulloides ist gleichfalls in grossen Mengen vorhanden. Ausserdem ist die Anwesenheit einer in Ungarn bisher unbekannten Art, der Cibicides falconnensis zu unter­streichen. Aus dieser Schicht wurde auch die neue Art Amphicoryne marginulini­formis beschrieben ( NYJRŐ , 1961). Die Anwesenheit der für das Rüpel charak­teristischen Arten (Cibicides propinquus, Cyclammina placenta, Ilaplophragmoides laticlorsatus) ferner das Fehlen der Clavulinoides szabói beweist die Überein-

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