Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Nyírő, M. R.: Beiträge zur Foraminiferen-Fauna der Oligozän-Schichten von Törökbálint

BEITRÄGE ZUR FORAMINIFEREN-FAUNA DER OLIGOZÄN-SCH ICHTEN 63 stimnning mit der untersten Partie der von L. MAJZON festgelegten Discorbis ambiguu s Zone des oberen Rüpels. Die Tonschichten der Ziegelei stellen also auf Grund der Untersuchungen die beiden oberen Zonen des Rüpels dar. O b e r - O 1 i g o z ä n. Oler-Oligozäner „C h a 11 i s c h e r Schlier" (Toniggr Ale­urit): Die tiefsten Schichten des Ober-Oligozäns sind durch die Schichten des Wegeinschnitts am Fuss des Weinberges Világos (T 25) und durch die der neuen „Wiener Landstrasse" bei Budaőrs (Bö 1) vertreten. Die durch den Wegeinschnitt beim Weinberg Világos (T 25) aufgeschlossene Schicht besteht aus hellem gelblichgrauem tonigem Aleurit. Die Schlämmrück­stände der Probe bestehen aus ziemlich kleinen Quarzkörnchen und limoniti­sierten Gesteinfragmenten, sind am Foraminiferen reich und enthalten etwa 68 Arten. Die Foraminiferengehäuse sind gut erhalten, jedoch an Individuen ärmer als die rupelische Fauna der Tonschichten bei der Ziegelei. Die Foraminiferen-Gesellsehaft ist durch Spiroplectammina carinata unci eine grosse Anzahl von Vertretern der Familie Anomalinidae charakterisiert. Besonders einige Arten der Gattung Cibicidcs sind mit gosser Individuenzahl vertreten (Cibicides dulemplei, C. ungerianus, C. ungerianus filicosta). Aus der Gattung Anomalina ist Anomalina cryptonphala häufig. Die Zusammensetzung der Mikrofauna weist auf die Ober-Oligozän-Stufe hin. Es kommen noch ziemlich viele paleogene Arten vor, wie: Cyclammina acu­tidorsata, Karreriella hantkeniana, Planulina compressa, Planulina costata, Cibicides falconensis. Auf Grund des Vorkommens dieser Arten kann diese Schicht in die Basis des Ober-Oligozän versetzt werden. Zahlreiche Arten sind mit denen der von MAGN (in HAGN & HÖLZL 1952) beschriebenen und vermeint­lich ins Chatt gehörigen Schichten der „Reiner Mühle bei Wildenwart" geniein­sam (Cyclammina placenta acutidorsata, Spiroplectammina carinata, Saracenaria arcuata, Robulus arcualostriatus, Cibicides dutemplei, Cibicides ungerianus, Cibicides ungerianus jilicosta usw.). Die ausdrücklich für das Neogen charak­terischen Arten kommen nur in geringer Zahl vor. Die bei dem Einschnitt der bei Budaörs in Bau befindlichen neuen „Wiener Landstrasse" aufgeschlossenen Schichten besteheil aus grauem Ton und Aleurit mit Schizasteren-Resten Ihre Mikrofauna ist flerhältnissmässig arm. Diese Schichten lassen auf ein tieferes marines Fazies folgern als die am Fuss des Weinberges Világos bei Torokbálint beim Einschnitt des Weges aufgeschlossene Schicht. Ein Teil der Foraminiferen ist ziemlich schlecht erhalten. Formen mit agglutinierten Gehäusen sind häufig, besonders Glomospira charoides tritt mit einer grösseren Individuenzahl auf. Von den kalkschaligen Formen sind Eponides budensis und Bulimina pyrula häufig, wobei jedoch auch Almaena osnabrugensis und Cibicides ungerianus mit grösserer ExempMrenzahl auftreten. Neben den für das Paleogen charakteristischen Arten (Rhabdammina abgssorum, Cyclammina placenta acutidorsata, Haplophragmoides latidorsatus, Eponides budensis, Eponides pygmeus) zeigen sich bereits schon einige miozäne Arten (Anomalina austriaca. Elphidium crispum usw.). Auf Grund der überwiegenden Mehrheit der paleoge­nen Arten können diese Schichten in die Basis des Ober-Oligozäns eingereiht werden. „Pectunculu s-Sand "-Schichtenkomplex. Aus mehreren Aufschlüssen von „Pectunculus-Sand " sind Foraminiferen­Faunen bekannt.

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