Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Cziffery-Szilágyi, G.: Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns

52 G. SZILÁGYI — CZIFFERY ein kleines sarmatisches Zweigstück aus Erdőbénye, welches, soweit die Abbil­dung lichtig ist, auf keinen Fall zu dieser Art gehört. STUR (Beiträge z. Kenntn. der Fl. des Siisswassercjuarcas, der Congerien — und Cerithium — Schichten im Wiener und ungarischen Becken, Jahrb. G -ol. Landesanst., 17) beschreibt gleichfalls aus Erdőbénye einen Samen, der unter Berücksichtigung des Um­standes, dass er dem Samen der zur Zeit existierenden Art Tetraclinis articulata MAST, äusserst ähnlich ist, tatsächlich als zu dieser Art gehörig erscheint. GÁBOR ANDREÁNSZKY erwähnt in seiner Arbeit (Die Flora der Sarmatischen Stufe in Ungarn 1959, Budapest, p. 56) einen Zapfen aus Miköfaiva, womit das Vorkom­men dieser Art in der ungarischen sarmatischen Stufe endgültig nachgewiesen ist. Aus dem oberen Oligozän kamen aus Eger aus den Schichten der Windschen Ziegelfabrik ziemlich schöne Zweigreste und Zapfen zum Vorschein ( ANDREÁNSZKY : Ann. IIist.-nat. Mus. Nat. Hung., Ser. nov. (», 1955, p. 37, T. I. f. 3-4.) Die unter dem Namen CallUriies bronc/niarti EXDL. beschriebenen Beste gehören nicht zu der heute existierenden Gattung Callitris, sondern können als mit Tetraclinis articulata MAST, identisch angesehen werden. Die Art Tetraclinis articulata Mast, ist eine südwest-mediterrane Konifere. Ihr ausserordentliches Anpassungsvermögen an die Trockenheit, was in einer vollständigen Verkümmerung der Blätter zum Ausdruck kommt, ermöglicht es der Art in Nord-Afrika bis an den Band der Wüste vorzudringen. Gegen Kälte ist die Art jedoch empfindlich und fehlt folglich aus Gegenden mit stren­gem Winter. Dieser Umstand dient als Hinweis zur Bestimmung der Umgebungsver­hältnisse der fossilen Flora von Sajöinercse. Auf diesen Umstand soll im Laufe der weiteren noch zurückgegangen werden. Cinnainomum lanceolatum (UNG.) HEER — Fl. tert. Helv., II. 1856, T. XCII1. f. 6— 11. — Daplinogene lanceolata UNG. — Foss. Flora v. Sotzka, 1850, T. XVI, f. 1—4,6. — Das Fossil ist ein ziemlich gut erhaltenes, jedoch sehr unvollständiges schmales Blatt. Die charakteristische dreifache Cinnamomum­Aderung ist ziemlich gut ausnehmbar. Der Abdruck ist mit dem Gegenstück zusammen erhalten. Ein anderes, noch unvollständigeres Blatt zeigt eine etwas breitere Form, scheint aber gleichfalls zu dieser Art zu gehören, leider ist jedoch daraus nur ein ganz kleines Fragment erhalten. STAUB reiht in seiner Arbeit „Geschichte des Genus Cinnamomum", Budapest, 1S05 diese Form in den For­menkreis Cinnamomum scheuchzeii. In seiner Arbeit zeigen auch die zu Cinna­momum poli/morphum (A. BR.) HEER gezählten Formen eine grosse Änliclikeit. STAUB konnte in dem zu seiner Verfügung stehenden ziemlich grossen Material viele unregelmässige Formen unter den Herbar-Exemplaren vorfinden, deren spezifische Zugehörigkeit bei einer Untersuchung in fossilem Zustand ziemlich schwer feststellbar wäre. STAUB veröffentlicht über diese Exemplare auf einer Tafel Skizzen (Tabelle 9.). Der in der Tafel VI. dargestellte Cinnamomuiu cam­phora Zweig trug zum Beispiel an seinem oberen Teil das typische Blatt, am unteren Teil hingegen ein Blättern Cinnamomum scheuchzeri ähnliches. Mit Hilfe dieser Beispiele soll nachgewiesen werden, dass eine genaue Bestimmung der Cinnamomum-Blätter sogar in dem Fall zweifelhaft ist, wenn in der Sammlung ein gut erhaltenes unversehrtes Exemplar vorliegt. Die Cinnamomum Arten kommen im einheimischen Sarmat keineswegs in grossen Mengen vor. Vom Oligozän an gedeihten sie bis zu den helvetischen und tortonischen Stufen, folglich auch in den Floren von Eger—Tihamér, Andornaktállya und Parassa­puszta in grossen Mengen. Der Umstand, dass die Arten auch in der Flora von

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