Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Andreánszky, G.: Ergänzungen zur Kenntnis der sarmatischen Flora Ungarns II.
ERGÄNZUNGEN ZUR KENNTNIS OER S ARM ATISCHEN FLORA UNGARNS II. 35 Ein leider unvollkommen erhaltener Blattabdruck, wo nur der untere Teil vorhanden ist und auch dieser Teil befindet sich in einem nicht vortrefflichen Erhaltungszustand. Nar die sehr charakteristische Aderung gibt uns die Möglichkeit die Blattform als neue Art beschreiben zu können und die wichtigsten Eigenschaften klar anzugeben. Ausser der Gattung Ficus kommen noch einige Gattungen der Myrtaceae und der Apocynaceae in Betracht. Eine gründliche Untersuchung und Vergleichung führte uns zur Überzeugung, dass diese Blattform jener der F. cuspidata BL. am nächsten steht und so reihen wir diesen Typus vorläufig in die Gattung Ficus ein. Ulmus longifolia UNG. — Ist eine der häufigeren Abdrücke am neuen Fundort Bánfalva — Patakos. Unter diesen Abdrücken befinden sich solche die von den übrigen abweichen, grösser und anders geformt sind. Das Material ist zur Zeit doch ungenügend diese Form von der Art abzutrennen. Ulmus orbicularis ANDREÁNSZKY & CZIFFERY n. sp. (Taf. IV, Fig. 4) Folium fere orbiculare. Petiolus deest. Lamina ö,ö cm longa et in tertia parte inferiore 4,4 cm lata, basi rotundata et levissime asymmetrica, margine superficialiler biserrata, dentibus obtusiusculis, apice triangualri-acuta. Nervus principalis validus, versus apicem folii parum sinousus. Nervi laterales in lino latere 12 in altero 14, in parte folii inferiore in angulo ca. 70°, versus apicem in angulo ca. •50° exeuntes, subparalleli, subrecti, solum prope marginem folii prorsum arcuati. Nervatio tertiana densa et parallela, cum nervillis subtilissimis aream inter nervös laterales in areolas minutas polygonas dividens. Nervi laterales omnes simplices. In ambitu U. zelkovaeformi ANDREÁNSZKY similis, sed dentibus minoribus denticulatis ei non profundioribus et simplicibus differt. In stratis sarmat. infer, ad pag. Bükkmogyorósd in loco diclo Baglyasgödör. Holotypus in collectione Musei Agriensis de Stephano Dobó nominati sub No. 7901. Das Blatt ist entschieden ein Ulmenblatt, aber von den bisher aus dem ungarischen Sarmat bekannten und auch von den aus anderen Lokalitäten beschriebenen Blattformen abweichend. Durch die rundliche Form entspricht es der V. zelkovaeformis ANDREÁNSZKY aus mehreren Fundorten des ungarischen Sarmats, doch ist die Zahnung viel weniger grob und doppelt. Die Asymmetrie des Blattes zeigt sich eigentlich nur darin, dass die Seitennerven auf der einen Seite zahlreicher sind als auf der anderen. Da die Seitennerven im unteren Teil des Blattes in einem grösseren Winkel ausgehen, als oben, erweitern sich die Zwischenfelder gegen den Blattrand zu. Die feinste Nervatur ist gut erhalten. Es kann leider mit keiner der lebenden Arten in eine nähere Beziehung gebracht werden. Zelkova ungeri Kov. var. ulinoides n. var. (Tai. V, Fig. 1) A typo forma majore, asymmetrica et dentibus subdenticulatis differt. Typus in collectione Musei Agriensis de Stephano Dobó nominati sub. No. 7530. de stratis sarmat. infer, ad pagum Dédestapolcsány, locum Gulyadéllő. Das Blatt liât die Form eines Ulmenblattes, es ist asymmetrisch und stellenweise doppelt gesägt, doch ist es nicht zweifelhaft, dass es der Gattung Zelkova angehört und zur Art Z. ungeri Kov. zu rechnen ist. Die Spreite ist 7,5 cm lang, oberhalb der Mitte 3,7 cm breit, am Grunde auf der einen Seite abgerundet, auf der anderen keilförmig, an der Spitze spitz. Seitennerven auf der einen Seite 12, wovon der eine gabelig verzweigt ist. Da mehrere Merkmale diese Blattform 3*