Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Jánossy, D.: Die altpleistozäne Wirbeltierfauna von Kövesvárad bei Répáshuta (Bükk-Gebirge)

120 D. JÁNNOSSY vorhandenen Bruchstücken vom Diastem der Mandibel kann keine Spur einer Anwesenheit von vorderen, unteren Prämolaren wahrgenommen werden, was mit den bisherigen Beobachtungen bezüglich l . deningeri im Einklang steht. Vom oberen P 4 liegt bloss ein unversehrtes Stück vor. an welchem hauptsäch­lich der Innenhöcker (I)euterocon) stark abgekaut und nach hinten verlegt ist, eine Basalwulst ist nicht vorhanden. Die Masse betragen: L.xBr. = 16,0x 11,2 bei einem anderen Bruchstück kann eine Länge von 20.0 mm gemessen werden. Die Masse dieser Zähne bei U. deningeri betragen nach Beichenau und Zapfe 16,2—21.2x13.2 16,8 mm. dieser Zahn gleicht also in den Massen eher U. gombaszögensis KRETZOI (18,7—19,8x11,3—14,8 mm. KRETZOI, 1938). Vom M 1, dem am meisten uniformisierten Zahn der Bären, konnte auch nur ein messbares Exemplar geborgen werden, die übrigen Stücke sind in Frag­menten. Die Masse des intakten Stückes sind: 26.2x17,8 mm, sie liegen also im Bereich des typischen deningeri (Mittelwerte 26,3x18.2). Bessere Stücke vertreten den M 2, (7 St. Fragmente, 2 unversehrte Stücke, siehe Taf. I, Fig. 2), auf Grund dessen folgende Masse angegeben werden können: Breite vorn Breite des Talons 20,2 ±18 21,0 ±17 22,2 ±16 22,0 Grössenmässig passen diese Zähne auch durchaus in die Variationsbreite des deningeri. Die Zähne besassen in drei Fällen eine gut ausgebildete linguale Basalwulst, die bei zwei weiteren Stücken beinahe völlig fehlt. Die Talonpartie verjüngt sich nach hinten nicht und jene Torsion, die bei arctos und spelaeiis gleichfalls zu beobachten ist, kann nicht wahrgenommen werden. Die Skulptur des Zahnfeldes ist aber etwas weniger kompliziert, als bei spelaeus. Alle hier beschriebenen morphologischen Details wurden auch anlässlich der Artbe­schreibung REICHENAU'S betont. Der von stammesgeschichtlicher Hinsicht so wichtige P 4 ist mit 5 unver­sehrten Stücken recht gut belegt. Die Zähne stammen von 5 verschiedenen Individuen. Unter diesen sind 3 sehr primitiv, nur das Protoconid dominiert, bei 2 Exemplaren kann dabei ein vorderer Innenhöcker (Deuteroconid) fest­gestellt werden (Taf. I, Fig. 8—9), eine linguale Basalwulst fehlt nur bei einem Exemplar. Grössenmässig entsprechen diese Zähne gut mit denselben von deningeri überein. Die Länge-Breite Masse sind die folgenden; 14,8x8.5; 14.6x 9.2; ±14,0x8.0; 15,9x10.0; 16,5x8.6 mm. Dieser Zahn scheint morphologisch etwas primitiver zu sein, als dieselben der typischen Form von Mosbach. Unter den mehr oder weniger unversehrten Mj ist einer stark abgekaut, die anderen zwei zeigen klar die Struktur des Zahnes (Taf. I. Fig. 3). Der eine weist ein Gemisch von speläoiden und arctoiden Merkmalen auf (Verjüngung in der Mitte und relativ breiteres Talonid), der andere ist eher speläoid (in der Form und vorderen Wand des Paraconids). Die Masse der Zähne (Länge X Talonidbreite) sind: 26x13.2; 27X-14; 30,1x15 mm. Dieses grösste Exemplar überragt das bisherige Maximum für U . deningeri (BEICHENAU Max. 26.9, Zapfe Max. 29,0 mm). Dasselbe kann bezüglich des M. 2 gesagt werden (Taf. I, Fig. 1). Dieser Zahn ist meist robust gebaut, speläoid und zeigt nicht jene Verjüngung, die KRETZOI Länge 42.0 38,0

Next

/
Thumbnails
Contents