Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Jánossy, D.: Die altpleistozäne Wirbeltierfauna von Kövesvárad bei Répáshuta (Bükk-Gebirge)

DIE ALTPLEISTOZ Ä.NE WIRBELTIERFAUNA VON KÖVESVÁRAD 121 bei U. gombaszógensis beschrieben lnu (1938). Die maximale Länge dieses Zahnes ist bei REICHENAU 30. bei Zapfe 31 mm, die grösste Breite 19 mm. Die Längex Breite Masse variieren dabei bei vier Exemplaren von Kövesvárad folgender­massen: 28x 18: 29x18: 30x18; 32x21 mm. Der M 3 der verschiedenen Bären variiert allgemein bei einer und derselben Art beträchtlich. Dasselbe bezieht sich auch auf das Material von Kövesvárad. Hier sollen wiederum bloss die LängeXBreite-Masse angegeben werden: 22xl~ (2X); 22X18; 24x20; 25^ 18; 29 $18. Ein Zahnkeim dieses Zahnes misst 16x14 mm. Ein Plusvariant überragt also auch hier das bisherige Maximum von L . deningeri (Zapfe Max. L. 27 mm). Unsere besondere Aufmerksamkeit verdienen die in grosser Zahl vorhan­denen Milchzähne. Da ich über dieselben in der Literatur sozusagen keine Anga­ben vorfinden konnte, veröffentliche ich einige Abbildungen derselben in diesem Artikel (siehe Taf. I, Fig. 5—7). Die in grösster Zahl vorhandenen Cd sind ausser einem einzigen —- abgebildeten — Exemplar unmittelbar unter der Krone abgebrochen, ebenso, wie es bei den Höhlenbären zu sein pflegt. Interessant sind zwei gut erhaltene D 4, bei welchen die relative Lage des Entoconids zum Ilypo­conid nach den Angaben von MOTTL (1938) eher speläoid ausgebildet zu sein scheint, als arctoid. Praktisch sind beinahe alle Zähne des Milchgebisses vorhan­den, unter diesen auch zwei stiftförmige Vorläufer vorderer Prämolaren. Die Masse der grösseren Milchzähne sind die folgenden (LängeX Breite) : I) 4 = 11 .8x 6.0: 11.8x5,3; I) 4 = ±11x7,0. Die relativ grosse Anzahl der Milchzähne (die 40 Cd stammen von wenig­stens 10 Individuen) spricht dafür, dass der Karsthohlraum von Kövesvárad eine Höhlung war, wo die Bären hausten oder wenigstens war sie ein Wurf­platz dieser Tiere. Von Extremitätenknochen liegen wenige für eine nähere Untersuchung geeignete Stücke vor. An zwei distalen Bruchstücken von Tibien (das eine von ihnen juvenil, ohne distale Epiphyse) kann eine massige Torsion beobachtet werden, allerdings nicht in solchem Masse wie bei spelaeus (MOTTL, 1938). Distale Breite der adulten Tibia ist etwa 80 mm (Taf. I. Fig. 14). Fin Astragalus liegt ebenso im Mittelbereich zwischen airtos und spelaeus , wie das von ZAPFE (1947) abgebildete Stück, er steht aber zum speläoiden Typ näher, als bei dem Exemplar von U. deningeri liundsheimensis (Taf. I, Fig. 11). Das kann auch durch die Proportionen gut ermittelt werden: Länge anteropost. : 53, medio-laterale Br. 59, dorso-plant. Höhe: 36 mm. Unter den Fussmittelknochen ist bloss ein Mt 4 beinahe unversehrt erhalten, die übrigen befinden sich in Bruchstücken. Die Masse dieses Knochens betragen: Länge 76, prox. Br. 18, dist. Br. 20 mm. Die Form desselben ist durchaus arctoid, so wie bei den meisten Bruchstücken anderer Metapodien. Einige Fragmente '-ind jedoch extrem speläoid. So ein distales Bruchstück eines Mt 5 (?), mit der Breite von 26 mm. Endlich sollen noch die Phalangen kurz in Betracht gezogen werden. Die Zehenglieder verhalten sich durchaus speläoid. In dieser Hinsicht wurden in erster Reihe die Analysen von STEHLIN (1933) vor Augen gehalten. Drei Phal. 1. digiti 1 (Taf. I. Fig. 4) gleichen mit der schlanken Form von spelaeus (STEHLIN, 1933; Planche 8, Fig. 3). Dasselbe bezieht sich auf fünf adulte und zwei juvenile Krallenglieder, die der Form bei STEHLIN PI. 8. Fig. 10 und 12. entsprechen (Taf. 1. Fig. 13). Der speläoiden Form der übrigen Phalangen wurde schon Erwähnung getan.

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