Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)

Cziffery-Szilágyi, G.: Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns

Leider verspricht der Fundort Uppony-Sandgrube für die Zukunft keine grösseren Ergeb­nisse, obgleich schon aus dieser bescheidenen Zusammenstellung ersichtlich ist, dass er den Bruchteil einer hochinteressanten Flora beherbergt. Farnreste aus den miozanen Schichten von Andornaktállya (Nordungarn) (Abb. 3, 4) Die Gemeinde Andornaktállya liegt in der unmittelbaren Nachbarschaft von Eger. Im Tal „Pincevölgy" welches sich dem Ostrand der Gemeinde entlang zieht, entdeckte F. Legányi einen neuen Pflanzenfundort helvetischen Alters. Die Pflanzenreste liegen hier in sandigem Rhyolittuff. Durch öfters durchgeführte Schürfungen wurde dortselbst ein schönes Material zutage gefördert. In diesem Material, welches teils in der Sammlung des Naturwissenschaflichen Mu­seums zu Budapest, teils im Dobó István Burgmuseum in Eger aufbewahrt wird, gelang es mir drei Farnabdrücke festzustellen, die ich im folgenden zu besprechen beabsichtige. Osmunda parschlugiana (Ung.) Andreánszky Pteris parschlugiana Ung. Chlor, protog., 1847, p. 122, T. XXXVI, F. 6. Andreánszky (1) führte diese Farnart unter dem Namen Pteris parschlugiana Ung. schon aus den mittelmiozänen Rhyolittuff von Eger-Tihamér an. Bei der Bearbeitung der sarmatischen Flora Ungarns stellte es sich im Laufe der gründlichen Untersuchung der Fossilien heraus, dass die Farnreste, die bis dahin unter dem Namen Pteris parschlugiana Ung. angeführt worden sind, zur Gattung Osmunda gehören. Der richtige Name des Farnes ist daher 0. par­schlugiana (Ung.) Andreánszky. Wir betrachten die pflanzenführendenden Schichten von Andornaktállya mit dem Rhyolittuff von Eger-Tihamér im grossen und ganzen als gleichalter ig. Der Farnwedel von Andornaktállya entspricht den aus anderen Fundorten stammenden 0. parschlugiana (Ung.) Andreánszky vollständig. Er ist etwa 10 mm breit. Die Länge kann nicht genau abgemessen werden, da der Wedel verstümmelt ist. Die charakteristische Aderung ist sehr deutlich sichbar und wir hegen keinen Zweifel, dass wir mit dieser Art zu tun haben. 0. parschlugiana (Ung.) Andreánszky wurde ausserdem aus den ober­oligozänen Schichten der Wind-schen Fabrik (13) und aus den sarmatischen Schichten von Felsőtárkány, alle in der Umgebung von Eger, angegeben, während im vorliegenden Jahrbuch derselbe Farn auch aus den unter-sarmatischen Schichten des Weinberges von Uppony angeführt wird. Die aus dem Sarmat bekannt gewordenen Wedel sind im allgemeinen breiter als die Reste aus Eger­Tihamér und Andornaktállya. Lygodium lati folium n. sp. (Abb. 3) Diagnosis : Pinna bivalva, valvae inaequales, minor 1 cm lata et 2 cm longa^ major basi 1 cm lata, in parte superiore latior, incompleta, in tractu 3,5 cm solum conservata. Nervatio pinnato-dichtoma, nervus principalis vix validior quam laterales, dichotomice ramosus et flexuosus. Nervi laterales bis vel pluries dicho­tomi, rami ultimi ordinis usque ad marginem pinnae protracti ibique non anasto­mosantes, inier se paralleli, crebri. Spatium inter nervös ultimi ordinis ca. 0,5 mm. In stratis helveticis in volle diet. Pincevölgy ad pagum Andornaktállya. Holotypus in collectione Musei Agriensis de Stephano Dobó nominati sub No. A.l.

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