Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)

Fekete, G., Majer, A. , Tallós, P. , Vida, G. ; Zólyomi, B.: Angaben und Bemerkungen zur Flora und zur Pflanzengeographie des Bakonygebirges

Gebiet. Viele seiner Entdeckungen sind schon veröffentbcht worden (siehe das Literaturver­zeichnis), doch manche seiner interessanten Angaben werden erst hier mitgeteilt. Auch aus zönologischem Gesichtspunkt wertvolle Angaben stammen von G. Vida; seine Resultate wurden in erster Reihe im Jahre 1953, weniger in den Jahren 1954—55, bezie­hungsweise 1957 — 59 erzielt. Hier gibt er seine sich hauptsächlich auf Farnkräuter beziehende Angaben und zum Teil seine kritischen Bemerkungen bekannt. G. Fekete treibt planmässige botanische Studien in dieser Gebirgsgegend seit dem Jahre 1955. In den ersten Jahren hat er sich mit den bakonyer Terrainarbeiten der Karstbusch­wald-Studien beschäftigt (einige Angaben bezüglich der bakonyer Karstbuschwald-Elemente sind pubbziert, siehe am Fnde). In den Jahren 1959 — 60 verrichtet er als akademische Plan­arbeit auf unserem Gebiet planmässige pflanzengeographische-zönologische Forschung. Wenn wir das pflanzengeographische Bild des Bakony im Spiegel der neuer­lich (seit dem Erscheinen des Florenwerkes) entdeckten Pflanzen und floristischen Angaben betrachten, erweist sich sein Doppelcharakter. In erster Reihe ist der schon von Redl betonte montane Zug des Gebirges zu erwähnen, hauptsäch­lich betreffs der Flora des Nordbakony. Im Bakony waren bisher die tiefen Schluchttäler als Hauptstandorte der montan-subalpinen Pflanzen bekannt, die meistens Relikt-Arten unter speziellen Grundgestein- (Dolomit) und Mikro­klima-Verhältnissen darstellen ( Allium victorialis, Primula auricula, Carduus glaucus, Calamagrostis varia). Tiefe Rendzinen der auf Kalkschutt wachsenden Buchenwälder dienten zum Versteck der neuentdeckten Standorte des subalpi­nen Polystichum lonchytis und Epipogium aphyllum. Die Hochstaudenflur des Petasitetum im „Tisztaviz"-Tal bei BakonybéI ist ein vor einigen Jahren ent­deckter Standort der montanen OTobanche flava. Auffallende Entdeckungen in den Wäldern mit sauerem Boden des Westbakony sind : Dryopterisphegopteris, Lycopodium complanatum, Lycopodium selago ; L. clavatum ist mehr verbreitet, als wir vermuteten. Ein wichtiger Fund ist auch das montan-subalpine Botrychi­um multifidum. Ausser der schon erwähnten Rolle der montanen Elemente möchten wir ausdrücklich den sich immer deutlicher ausprägenden atlantisch-submediterra­nen (teilweise illyrischen) Charakter betonen, welcher mit der Vermehrung der bekannten Fundorte der schon erwähnten Areal-Typen, sowie der mitteleuropäi­schen Arten mit Ansprüchen an ein engverwandtes (ozeanisches) Klima charak­terisiert werden kann. Am auffallendsten ist die Tatsache, dass nicht weniger als 10 Fundorte des Ruscus hypoglossum entdeckt worden sind. Tamus communis kommt im grossen Teil des Bakony vor, Lathyrus venetus ist im Westbakony ganz allgemein verbreitet. Wir kennen schon 4 Fundorte von Polystichum setiferum, aber in Kenntnis seines Standortes wird es aller Wahrscheinlichkeit nach noch an mehreren Orten entdeckt werden können. Orobanche hederae kennen wir jetzt schon ausser vom Badacsony auch vom Somló-Berg. Erwähnens­wert sind auch die neuen Fundorte von Asphodelus albus, Cyclamen purpuras­cens, Leucojum vernum. Die Bedeutung von Primula acaulis und Daphne lauroeola ist wohlbekannt. Die stellenweise erhaltenen und auffindbaren Streifen der den saueren Boden bildenden miozänen Kieseldecke dienen im Nordbakony als spezielle Standorte vieler transdanubischer Pflanzen. Neue Entdeckungen sind im Gebirge Vulpia bromoides und Sieglingia decumbens, welche in der charakteristischen Rasenge­sellschaft Vulpio-Airetum mit anderen, nur hier vorkommenden Pflanzen zu­sammen wachsen. Ein weiterer Beweis für die reliktenbewahrende Eigenschaft des Dolomit­gesteins ist die Entdeckung der eumediterranen Stipa bromoides interglazialen Ursprungs in einem Karstbuschwald-Bestand des Nordbakony.

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