Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)

Fekete, G., Majer, A. , Tallós, P. , Vida, G. ; Zólyomi, B.: Angaben und Bemerkungen zur Flora und zur Pflanzengeographie des Bakonygebirges

Die weitere pflanzengeographische Gliederung des bakonyer Florenbezir­kes (Vértes—Bakony-Vesprimense) ist noch nicht endgültig durchgeführt, die ausführlichere Aufteilung des Gebirges wollen wir jedoch hier nicht näher erör­tern*, wir erwähnen blos ein im wesentlichen schon gelöstes Teilproblem. Redl vereinigt unter der Benennung : „Magas Bakony" (Hoch Bakony) das seinem Charakter nach abweichende Nordbakony-Gebirge mit der Gebirgsgruppe „Pa­pod", welche einerseits da sie grösstenteils aus Dolomitgestein aufgebaut ist, anderseits wegen ihres Makroklimas der Gruppe des Süd- und Ostbakony-Gebirges nähersteht. Im nachfolgenden schliessen wir nach S. Polgár (Győri Szemle, 1935) und B. Zólyomi (BK., 1942, p. 221) die „Papod"-Gruppe aus dem Nordbakonygebirge aus. Seine Ostgrenze zieht sich auch nicht im Cuha-Tal selbst hin, sondern ostwärts vom Tal. Wir erwähnen noch, dass sich das Problem der floristischen Einreihung des Hügellandes zwischen dem Somló-Berg und dem Bakonygebirge beruhigend gelost hat (P. Tallós: BK., 49, 1959, p. 77). In gleicher Weise wäre die Klarstellung der Hingehörigkeit des ganzen westlichen (SW —NW) Vorlandes erwünscht. Was die floristische Erforschung des Gebietes anbetrifft, kann diese ziemlich als gleichmässig bezeichnet werden, abgesehen vom nordöstlichen Vorlande (die Umgebung von Rede und Sur) ; auch kennen wir die Grenzgebiete des Kab-Berges noch immer ungenügend. Weiterhin wollen wir die Flora des Nordwestbakony besprechen. Dieses vom Gerence-Tal westlich gelegene Gebiet hat die meisten Merkwürdigkeiten geliefert, zum Teil weil es bis zum letzten Jahrzehnt so ziemlich vernachlässigt war. Die floristische Charakterisierung stammt von A. M a j e r . Im Nordwestbakony kommen einige Pflanzen mit mehr minder oder mona­tem Charakter häufiger vor, als R é d 1 es in seinem Florenwerk anzeigt. Solche sind : Ranunculus lanuginosus, Melandryum silvestre, Anthriscus nitida, Trise­tum flavescens (gemein an allen Gebirgswiesen), Epipactis microphylla, Senecio nemorensis (Ugod „Hamuházi-rét"), Alchemilla vulgaris ssp. acutangula (Bakony­béI „Szárazgerence"). Demgegenüber ist Rubus idaeus auffallend selten : Ugod („Hubertlak"), BakonybéI („Somhegv", „Forrószobaárok, Közbirtokossági erdő"). In den Wäldern um Ugod herum sind die zur azidophilen Artengruppe einreihbaren Pflanzenarten, welche laut Redl im Bakonygebirge selten sind, häufig.An den Graten und Böschungen der Lösseinschnitte und auf Wegböschun­gen, dort, wo sich wegen Wind- und Wassererosion keine Streudecke bilden kann, auf podsolierten lehmigen braunen Waldboden sind ausser Dicranum- und Polytrichum-Arten immer charakteristisch : Lycopodium clavatum, Veronica officinalis, Dryopteris disjuncta, Melampyrum pratense, Pyrola secunda, P. minor, P. rotundifolia, Solidago virga-aurea, Hieracium silvaticum, H. racemosum, Luzula albida („Nagysarok, Hubertlak, Molnárkát, Hamuházi völgy, Mélyárok," Szűcs : „Kiskopaszhegy" ; und am Fusse des Gebirges : Fenyőfő : „Cigány­nyiladék", in Kiefernwäldern), Luzula forsteri, Majanthemum bifolium. Die asphodillreichen Zerreichenwälder ziehen sich in das Nordwestbakony­gebirge hinauf, folglich sind dort deren Pflanzen häufiger, als dies bei Redl * Dabei ist die Auffassung der Autoren selbst in der Frage der Begrenzung des Bakony und Kisalföld (Kleine Tiefebene) nicht einheitbch (A. Majer rechnet auch noch die höher gelegenen Teile des nördbchen Vorlandes jenseits der Grenze des harten Grundgesteins zur Gebirgsgegend) ; unabhängig von diesem Problem haben wir in der Enumeration die interessan­teren Angaben über dieses Gebiet auch mitgeteilt.

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