Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)

Andreánszky, G.: Ergänzungen zur Kenntnis der sarmatischen Flora Ungarns I.

die Aderung war nicht zu entnehmen. Hier ist dagegen die Aderung deutlicher. Dagegen ist der neue Abdruck kleiner als jene, die wir aus Bánhorváti bisher kannten, die aber sonst so schlecht erhalten waren, dass man ihre Konturen eher nur vermutete, wie auch jener den wir aus Nógrádszakái besitzen. Unser neuer Abdruck aus Bánhorváti-Verőbánya ist elliptisch, 2,5 (und nicht 4) cm lang und nur 1,5 cm breit, in der Mitte etwas eingeschnürt. Ob also diese Frucht tatsächlich zur selben Art gehört, ist zweifelhaft. Die Frucht befindet sich in der Sammlung des Naturwissenschaftlichen Museums unter der Nummer 26037. Eine kleinere ebenfalls elliptische und in der Mitte eingeschnürte Flügel­frucht wurde schon früher in Sály gesammelt (No. 23838 des Naturwissenschaft­lichen Museums, Taf. III, Fig. 11). Der Flügel, der die Frucht rundherum umzingelt, ist asymmetrisch, da die eine Hälfte nur 6 mm, die andere 8 mm misst. Letztere ist auch breiter. Diese Frucht zeigt, schon eine gewisse Ähnlich­keit mit der der rezenten Pterocarya fraxinifolia (Lam.) Spach, nur ist sie noch etwas kleiner, ausserdem hat aber auch das Nüsschen im Verhältnis zum Flügel eine bedeutend kleinere Form. Die Frucht ist sonst ganz entwickelt und gut erhalten. Die Aderung des Flügels ist vortrefflich sichtbar. Die Kleinheit der Frucht scheint also nicht die Folge einer Verkümmerung zu sein. So ist es wahr­scheinlich, dass wir mit einer Frucht zu tun haben, die in den Formkreis der Frucht der P. fraxinifolia (Lam.) Spach gehört, aber von der letzten Art doch spezifisch abweicht. Die Blatt- bzw. Blattchenabdrücke der Pterocarya-Cyclocarya-Arten bieten uns zur Bestimmung der einzelnen Arten keine verlässlichen Merkmale. Die Früchte sind in dieser Beziehung viel wertvoller. Nun besitzen wir aus dem ungarischen Sarmat Früchte von folgenden Arten : Cyclocaria cycloptera (Schlechtend.) Iljinsk., die mit der rezenten C. paliurus Batal. verwandt ist ; Pterocarya castaneifolia (Goepp.) Schlechtend. mit ostasiatischen Arten ver­wandt, endlich nun die Frucht aus Sály, die mit der kaukasischen P. fraxinifolia (Lam.) Spach verwandt zu sein scheint. Die systematische Stellung der neu gesammelten Flügelfrucht aus Bánhorváti ist nicht geklärt. Populus acuminatifolia n. sp. (Taf. II, Fig. 10) Folium sat magnum, petiolatum. Petiolus in longitudine 3,5 cm conservatus, modice crassus. Lamina deltoidea, 12 cm longa et in 1/4 inferiore ubi latissima, 7 cm lata, basi late cuneata et in ipsa basi subito contracta, apice longe angustato­acuminata, apice ipso ignoto, margine in parte inferiore remote dentata, dentibus parvis, sinubus inter dentés superficialer rotundatis, in parte laminae superiore regulariter et sat dense crenulato-serrata, dentibus prorsum spectantibus, late obtusis, 1,5 mm altis et ca. 5 mm inter se distantibus. Nervatio pinnata, nervus principalis validus, rectus, apicem versus sensim attenuatus sed usque ad apicem visibilis^ ibique pertenuis et parum flexuosus. Nervi secundarii ca. 7-pares, debiles, valde flexuosi, in spatiis inaequalibus et in angulo 45—50° orti, ramosi, ad mar ginem laminae prorsum arcuati et anastomosantes. Nervatio tertiaria valde inaequalis, inconspicua. P. acuminatae Rydb. simillima. In stratis sarmaticis ad Mikófalva. Holotypus in collectione Musei Agriensis de Stephano Dobó nominati sub No. 3492. Ein einziges beinahe vollständiges Blatt steht uns aus dem s arm arischen Sandstein von Mikófalva zur Verfügung. Nach der Form, dem Blattrand und

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