Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)
Andreánszky, G.: Ergänzungen zur Kenntnis der sarmatischen Flora Ungarns I.
Quercus cfr. bicolor Willd. Unter diesem Namen führten wir (Andreánszky, 1959, p. 113, Taf. XXXI, Fig. 7) ein sehr fehlerhaftes Blatt aus Balaton an. Der ganze untere Teil des Blattes fehlte und wir vermuteten nur, dass sich das Blatt gegen den Grund zu rasch verschmälerte und im Umriss eine rhombische Form besass. Nun steht uns aus den neuesten Schürfungen ein, obwohl noch schlechter erhaltener, aber gewissermassen doch vollkommener Abdruck aus Mikófalva (No. 3484 des Dobó István-Museums in Eger) zur Verfügung, wo der Blattgrund (leider ohne dem Blattstiel) erhalten geblieben ist. Die Spreite ist knapp 10 cm lang, in der Mitte 7,5 cm breit. Blattgrund keilförmig. Im unteren Teil ist das Blatt sehr seicht gelappt, das aber leider nur aus dem Umstand feststellbar ist, dass die Sekundärnerven hier kurz und schwach sind. Das Blatt erweitert sich sehr rasch und die ersten grossen Lappen, in die starke Sekundärnerven einlaufen, sind die längsten. Das Blatt nimmt dann an Breite gegen die Spitze zu ebenso rasch ab, wie gegen den Grund zu, nur ist die Lappung oben viel deutlicher als unten. Oberhalb des grössten Lappens sind noch beiderseits je 5 Lappen sichtbar, die Einschnitte sind aber seicht und so ist das Blatt auch hier eher nur gekerbt als gelappt. Alle Lappen bzw. Kerben sind breit abgerundet, der grösste zeigt undeutlich noch eine Kerbung. Dieser Lappen ist etwa 14 mm breit. Die in dieses Lappenpaar einlaufenden Sekundärnerven entspringen in einem Winkel von 45—50°, sie neigen dann etwas nach aussen und bilden mit dem Hauptnerv endlich einen Winkel von etwa 60°, die Lappen stehen also nicht sehr stark ab. Das Blatt kann nicht in den Formenkreis der Q. farnetto Ten. eingereiht werden, da dort die Lappen vom Grund ab allmählich und nicht plötzlich anwachsen. Wir müssen also an eine Verwandschaft mit den nordamerikanischen Eichen (Q. alba L., Q. macrocarpa Mchx. und Q. bicolor Willd.) denken. Besonders Q. bicolor Willd. zeigt eine ähnliche Blattform und Lappung, so dass wir unser Blatt mit dieser Art in Zusammenhang bringen. Von der von uns schon beschriebenen Art Q. cfr. bicolor Willd. bzw. vom Blatt von dem diese Beschreibung gegeben worden ist, weicht unser Blatt aus Mikófalva darin ab, dass die Lappen beim letzteren in einer grösseren Zahl vorhanden sind und so die Sekundärnerven im Verhältnis zur Grösse des Blattes einander näher stehen. Schon bei unserer Beschreibung über Q. cfr. bicolor Willd. erwähnten wir, dass dort die Lappen in einer niedrigeren Zahl vorhanden sind als es für Q. bicolor Willd. allgemein üblich ist. Der neue Fund verstärkt uns in unserer Auffassung, dass wir in unserem Sarmat tatsächlich mit einer Eichenart von dieser nordamerikanischen Artgruppe zu tun haben, die mit Q. bicolor Willd. eng verwandt sein mag. Auch ist es festgestellt, dass diese Artgruppe nicht nur in der Balatoner Flora, sondern auch in den Sandsteinfloren zugegen war. Cyclocarya cycloptera (Schlechtend.) Iljinsk. (Taf. II, Fig. 9) Aus einigen Sarmatfundorten Ungarns waren mehr oder weniger kreisförmige Flügelnüsse bekannt, die wir unter diesem Namen angeführt haben. Aus Bánhorváti kam ein neuer Abdruck zum Vorschein, der besser erhalten ist, als die bisherigen. Auf den früheren waren eigentlich nur Falten sichtbar,