Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)

Székessy, V.: Strepsipteren und ihre Wirte

weise, weder mit der der Parasiten, noch mit der der Wirtstiere, sondern viel eher mit den Sammelmethoden, bzw. mit den als zufällig zu betrachtenden Sammeldaten erklärbar sind jedenfalls die Tatsachen, dass einesteils 55.7% aller festgestellten männlichen Puparien leer sind und dass anderenteils in 18.9% der gefundenen Weibchen reife L, — meist in grosser Anzahl — nachzuweisen sind. Die topographische Anordnung der Strepsipteren auf dem Abdomen ihrer Hymenopteren-Wirte Das andere in der Strepsipteren-Literatur ebenfalls des öfteren besprochene Problem des Verhältnisses zwischen Parasit und Wirt ist die Frage, wählen die L 2 zweckbewusst die Durchbruchsstelle auf dem Abdomen ihres Wirtstieres aus, mit anderen Worten, gibt es Körperstellen des Wirtstieres, welche bei dem Durch­brechen der L 2 , also bei der Auswahl der endgültigen Lage der Weibchen bzw. der männlichen Puparien bevorzugt werden ? Hauptsächlich auf Grund der von Pierce (1909 und 1918) zusammengestellten und statistisch ausgewerteten Angaben kommt Ulrich (1927) zu folgender Feststellung. Sowohl die Weib­chen als auch die Männchen bzw. männlichen Puparien der Strepsipteren sind ausschliesslich im Abdomen der Hymenopteren-Wirte anzutreffen, u. zw. liegen sie dort immer in den Intersegmentalmembranen. Als allgemein feststehende Regel kann betrachtet werden, dass die in Hymenopteren lebenden Strepsipteren beim Durchbruch die Dorsalseite des Abdomens ihrer Wirtstiere bevorzugen, also die Intersegmentalmembranen zwischen den einzelnen Tergiten, da an den Pleuralseiten, vorzüglich aber auf der Ventralseite, also zwischen den Sterniten nur sehr selten Strepsipteren beobachtet werden können. Und auch diese Aus­nahmsfälle treten nur dann in Erscheinung, wenn das Wirtstier zu gleicher Zeit von mehreren Parasiten befallen wird. Den Grund dieser Tatsache sucht man nun im allgemeinen darin, dass für das zwischen den Tergiten seines Wirtes liegende Strepsipteren-Weibchen sehr vorteilhafte Verhältnisse gegeben sind, sowohl bezüglich der Begattung, als auch bezüglich der Entlassung der L,. Untersuchen wir aber die in Kleinzikaden lebenden Strepsipteren in dieser Beziehung, so sehen wir, dass diese — hauptsächlich aber eben ihre Weibchen — viel eher an der Pleuralseite des Wirtsabdomens angetroffen werden können, was leicht verständlich erscheint, da die Abdominalwände der Kleinzikaden ja nur sehr schwach chitinisiert sind und da ihr Abdomen oft sehr stark aufgetrieben erscheint. Dieser Umstand weist nun meines Erachtens auf eine in der Strepsi­pteren-Literatur bisher nicht erwähnte Tatsache hin. Auch die in Hymenopteren schmarotzenden Strepsipteren bzw. ihre L 2 dürften nämlich die Durchbruchs­stelle auf der Dorsalseite des Wirtsabdomens wohl kaum aus teleologischen Bedenken heraus wählen, sondern ganz einfach deshalb, weil bei den Hymeno­pteren die Intersegmentalmembranen zwischen den einzelen Abdominalsegmenten auf der Dorsalseite eben breiter und auch dehnbarer sind als auf der Pleural­oder Ventralseite. Die „Bevorzugung" der Dorsalseite stellt also nichts anderes dar, als eine Ausnützung von Punkten kleineren Widerstandes. Uber die Verteilung der Strepsipteren bezüglich der Längsachse ihrer Wirte ergibt sich in der bisherigen Literatur folgende Vorstellung. Die Strepsipteren werden in erster Linie in den mittleren Anteilen oder im Hinterteil des Wirts­abdomens gefunden, u. zw. liegen die männlichen Puparien in der Regel eher vorne, die Cephalothoraces der Weibchen dagegen eher hinten. Zwischen dem 3. und 4. Abdominaltergit treten eher männliche Puparien auf, zwischen dem 5.

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