Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)
Székessy, V.: Strepsipteren und ihre Wirte
und 6. dagegen eher Weibchen. In der Intersegmenlalmembran zwischen dem 1. und 2., bzw r . 2. und 3. Tergit auftretende Strepsipteren stellen dagegen ausgesprochene Seltenheiten dar. In solchen Fällen handelt es sich dabei ausschliesslich um männliche Puparien. Der Grund für diesen auffallenden Unterschied in der Anordnung der Männchen und Weibchen wird nun im allgemeinen in folgender Beweisführung gesucht. Die Larven des parasitären Stadiums (L 2 ) der Strepsipteren führen vor ihrem Durchbruch charakteristische Suchbewegungen im Abdomen ihrer Wirtstiere durch, bei welchen die Längsachse ihres Körpers nach hinten gerichtet ist, also mit dem Kopfende gegen das Ende des Abdomens ihres Wirtstieres. Der Durchbruch selbst erfolgt in allen Fällen in derselben Stellung, also mit dem Kopfende nach hinten gerichtet. Die weit kleineren, also weit weniger Raum beanspruchenden männlichen Puparien können sich nun „natürlich" sehr gut auch im vorderen Anteil des Wirtsabdomens einrichten, während die Weibchen mit ihrem ausgedehnteren, grösseren Raum einnehmenden Abdomen „selbstverständlich" nur weiter hinten entsprechenden Platz finden können. Bestünde nun diese Beweisführung zurecht, so wären wir gezwungen anzunehmen, dass die Lo die Durchbruchstelle zielbewusst auswählen, was umso absonderlicher erscheint, als es für die im Augenblick des Durchbruches noch annähernd gleich grossen männlichen und weiblichen L. ja keine vorteilhafteren oder weniger vorteilhafte Stellen geben kann und die Grössenunterschiede der Imagines erst während und nach Beendigung des Puppenstadiums zum Ausdruck bzw. zur Entwicklung kommen. Die Untersuchung der Strepsipteren des Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museums ergibt nun in dieser Beziehung die in Tabelle II zusammengestellten Ergebnisse. Die Anordnung der Angaben erfolgt in Tabelle II auf ähnliche Weise wie in Tabelle I, nämlich zuerst getrennt nach den 4 HymenopterenFamilien, wobei die Angaben der einzelnen Gattungen gesondert angeführt werden, und schliesslich für die ganze Ordnung. Auch in dieser Tabelle werden die bei Andrena ovatula gefundenen Verhältnisse anhangsweise angeführt. In den 4 Hauptkolumnen, welche den Intersegmentalmembranen zwischen den einzelnen Tergiten entsprechen, stehen die Zahlen der dort gefundenen bzw. beobachteten männlichen Puparien und weiblichen Cephalothoraces, u. zw. getrennt für beide Geschlechter und getrennt nach ihrer Lage im linken, rechten oder mittleren Anteil der Membran. Am Ende der Zusammenstellung jeder Familie (und der Ordnung) finden wir 3 Zeilen von durch horizontale Klammern miteinander verbundenen Zahlen vor. Die 1. Reihe gibt die Summe der Männchen und Weibchen getrennt nach der Körperseite bekannt, die 2. die Gesamtzahl der auf jede Körperseite entfallenden Strepsipteren (Männchen und Weibchen zusammen), die 3. die Gesamtsumme der in der entsprechenden Intersegmental membrán nachgewiesenen Strepsipteren (Anzahl der Männchen -|- Anzahl der Weibchen = Gesamtzahl aller Strepsipteren). Wie nun aus dem zusammenfassenden Teil der Tabelle II hervorgeht, liegen die meisten Strepsipteren in der Intersegmentalmembran zwischen dem 4. und 5. Tergit, u. zw. insgesamt 367 Strepsipteren, also 67.4% aller gefundenen Individuen. Zwischen dem 3. und 4. Tergit finden sich 97 Parasiten (17.8%), zwischen dem 5. und 6. 67 (12.3%), sowie schliesslich zwischen dem 2. und 3. 11 (2.0%). Eine grössere Abw-eichung gegenüber diesen zusammenfassenden Angaben bzw. gegenüber der sich aus ihr ergebenden Reihenfolge der Häufigkeit des Auftretens der Strepsipteren in den einzelnen Intersegmentalmembranen finden wir