Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)

Juhász, Á.: Petrographische Untersuchung paläozoischer Magmatite aus dem Balatonhochland

chloritisiert), Turmalin, Klinozoisit und Granat vor, und die Ferro Verbindungen des Phyllits sind zu Ferriverbindungen oxydiert, was in einer braunen Farbe zur Geltung kommt. Darüber hinaus mobilisiert das Magma die Eisenverbindungen des Nebengesteins, da der totale Eisengehalt in der Umgebung des Kontaktes grösser ist als im Magmatitkörper oder im Nebengestein, mit dem Maximum auf der dem Nebengestein zugewandten Seite des Kontaktes. Entlang der grösseren Magmatitkörper treten kleine Eisenerzvorkommen auf, deren Prospektion um 1930 auch angegriffen wurde. Obwohl diese sich als abbauunwürdig erwiesen haben, ist ihr Zusammenhang mit den quarzkeratophyrartigen Eigenschaften des Gesteins genetisch wichtig. Alldas lässt sich im Sinne der Transvaporisations­theorie durch Kristallisierung der durch die magmawärts diffundierenden Dämpfe mitgebrachten Stoffe am Kontakt deuten. Die Magmatité haben alle mit dem Phyllitkörper gemeinsam Dynamometa­morphose erlitten. Dabei hat das Nebengestein sämtliche sedimentäre Eigen­schaften eingebüsst, so dass die Benennung „phillitischer Tonschiefer" durch L. Lóczy sen. unberechtigt ist, und gegenbenenfalls die Namen Serizitschiefer, Serizitchloritschiefer, Serizitquarzitschiefer, graphitischer Quarzit, Phyllit, Lydit angewendet werden sollen. Jedoch haben die Magmatitkörper der Metamorphose viel besser standgehalten, und grösstenteils nur Veränderungen ihres Gefüges erlitten. Die Serizitisierung und Chloritisierung, die bei einzelnen Typen auftritt, ist das Ergebnis eines hypomagmatischen Prozesses eher denn einer Metamorhose. Die Grösse der Magmatitkörper hat auch die Intensität der Gefügeveränderung bestimmt ; die dynamometamorphen Effekte werden im Falle grösserer Körper im Makrobereich, z. B. durch linsenartige Auswalzung von Gesteinsblöcken, und im Mikrobereich durch undulöse Auslöschung in einigen Prozenten Quarzkörner sowie durch die Fältelung der Biotitkörner angedeutet. Dagegen sind die kleine­ren Magmatitkörper durchwegs intensiv gepresst, von kataklastischem Gefüge, mit ausgewalzten Biotiten und zerriebenen Feldspäten. Deshalb kann man diese Gesteine auch Porphyroid, bzw. nach der neuen Nomenklatur dazitogegen Epigneis nennen. Das Alter der Subvulkanite ist ungewiss. L. Lóczy sen. hält die meta­morphen Schiefer für altpaläozoisch. Seiner Meinung nach ist der Quarzporphyr jünger als die Schiefer. Andererseits ist laut B. Jantsky der Quarzporphyr das Ergebnis eines initialen, mit der Ablagerung der sandig-tonigen fly schartigen Sedimente altersgleichen Magmatismus. Meine Beobachtungen stehen mit dieser letzteren Feststellung nicht in Widerspruch. Jedoch sind nach B. Jantsky unsere Magmatité effusive, mit Tuffen abwechselnde Bildungen, w r ogegen meine Beobachtungen eine subvulkanische Enstehung befürworten. Nach B. Jantsky ging die Dynamometamorphose, d. h. die Bildung der Grauwacken­schiefer, Phyllite, Porphyroide, Diabasschiefer und kristallinen Kalke in der Dinantstufe vor sich. In den letzten Jahren hat man in einer der Tiefbohrungen im Balatonhochland über dem Phyllitkomplex nicht-metamorphe Unterkarbon ablagerungen vorgefunden. Obwohl die Lagerungsverhältnisse unklar sind, deutet diese Angabe, sowie Analogien mit Szabadbattyán und Polgárdi an, dass die Dynamometamorphose der paläozoischen Magmatité tatsächlich vor dem Unterkarbon vonstatten ging. Es ist in diesem Zusammenhang interessant zu vermerken, dass die meisten europäischen Quarzkeratophyr-Gesteine devo­nischen Alters sind, und den Magmatitén vom Balatonhochland ähnlich, mit epi­metamorphen Gesteinen verbunden vorkommen.

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